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Mitsubishi Motors weitet Verluste im ersten Halbjahr aus

Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) (MMC) ist wegen drastisch gesunkener Absatzzahlen in Japan und den USA im ersten Halbjahr (30. September) tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Verluste hätten sich von 80,2 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum auf 146,1 Mrd.

dpa-afx TOKIO. Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors (MMC) (MMC) ist wegen drastisch gesunkener Absatzzahlen in Japan und den USA im ersten Halbjahr (30. September) tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Die Verluste hätten sich von 80,2 Mrd. Yen im Vorjahreszeitraum auf 146,1 Mrd. Yen (1,07 Mrd Euro) erhöht, teilte das Unternehmen am Montag in Tokio mit. Mitsubishi habe erhebliche Mehrkosten zu stemmen, um das Vertrauen der Verbraucher in die angeschlagene Automarke wieder herzustellen.

Nach umfangreichen Rückrufaktionen in diesem Jahr seien rund 20 Mrd. Yen für kostenlose Inspektionen ausgegeben worden, teilte das Unternehmen weiter mit. Weitere 7,9 Mrd. Yen seien in die Weiterentwicklung einer Produktlinie gesteckt worden, die letztlich aber aufgegeben worden sei. Für Stellenstreichungen in Australien und Japan noch in diesem Geschäftsjahr seien rund 12,4 Mrd. Yen veranschlagt.

Hoffnung AUF 'Colt Plus'

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz von Mitsubishi Motors um 11,3 Prozent auf 1,07 Billionen Yen. Der weltweite Absatz brach auf 646 000 Stück ein nach 772 000 im Vorjahreszeitraum. In Japan sank die Zahl der verkauften Autos von 171 000 auf 96 000, in den USA von 150 000 auf 92 000. In Japan hofft der Autobauer nun mit dem neuen Modell "Colt Plus" wieder Boden gut zu machen.

Mit einer Erholung auf dem internationalen Markt sei vorerst nicht zu rechnen, hieß es. Ausgehend von den hohen Verlusten im ersten Halbjahr rechnet Mitsubishi Motors nun auch für das Geschäftsjahr 2004/2 005 mit einem schlechteren Ergebnis. So soll der Fehlbetrag bei Umsätzen in Höhe von rund 2,1 Billionen Yen bei 240 Mrd. Yen liegen, der operative Verlust bei 120 Mrd. Yen. Bislang war der Autobauer von 2,25 Billionen Yen Umsatz, einem operativen Verlust von 120 Mrd. Yen und einem Fehlbetrag von 230 Mrd. Yen ausgegangen.

Allianzen MIT Anderen Autoherstellern

Mitsubishi denke auch über Allianzen mit anderen Autoherstellern nach, um die eigenen Fabriken auszulasten, hieß es. Bislang sei aber noch keine Vereinbarung getroffen, sagte Mitsubishi-Präsident Hideyasu Tagaya. Mit Nissan beispielsweise werde über die Produktion eines neuen Modells gesprochen. Entschieden sei aber auch hier noch nichts. Spekulationen über eine Zusammenarbeit mit Peugeot wollte Tagaya nicht kommentieren.

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