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Mitsubishi plant angeblich deutlichen Stellenabbau

Der angeschlagene japanische Daimler-Chrysler-Partner Mitsubishi Motors will angeblich mindestens zehn Prozent der weltweit 65 000 Arbeitsplätze streichen und die Modellpalette um die Hälfte kürzen.

dpa TOKIO/STUTTGART. Das berichteten japanische Medien am Freitag. Ein Sprecher des Konzerns sprach von reiner Spekulation und verwies auf die offizielle Bekanntgabe des Sanierungsplans am Montag. Daimler-Chrysler ist mit 34 % an dem verschuldeten Autohersteller beteiligt.

In Stuttgart wollte der Aufsichtsrat von Daimler-Chyrsler am Freitag über die Pläne beschließen, die vor allem die Sanierung der angeschlagenen Chrysler-Group beinhalten. Bereits bekannt ist, dass 26 000 der 125 000 Stellen bei Chrysler abgebaut sowie sechs Werke geschlossen werden sollen. Durch milliardenschwere Verluste im US- PKw-Geschäft war der operative Gewinn von Daimler-Chysler im vergangenen Jahr um knapp 50 % auf 5,2 Mrd. ? (10,1 Mrd DM) gesunken. Auch für dieses Jahr erwarten Beobachter noch hohe Verluste. Im nächsten Jahr soll Chrysler aber laut Medienberichten bereits wieder die Gewinnschwelle erreichen. Offizielle wird der Konzern darüber am kommenden Montag informieren.

Nach Informationen der führenden japanischen Wirtschaftszeitung "Nihon Keizai Shimbun" wird Mitsubishi im Rahmen eines bis zum März 2004 laufenden Drei-Jahres-Plans mindestens 6 500 Stellen streichen. Zu diesem Zweck sollen Arbeitsplätze nicht neu besetzt und ein Programm zur Frühpensionierung angeboten werden, hieß es. Andere Medienberichte sprachen von rund 8 000 wegfallenden Arbeitsplätzen.

Nach übereinstimmenden Presseberichten will Mitsubishi die Zahl seiner Modelle von derzeit 24 auf die Hälfte bringen. Daneben solle das Werk in Nagoya, das älteste von Mitsubishis vier Produktionsstätten in Japan, geschlossen werden, schrieb "Nihon Keizai". Dadurch werde die Produktionskapazität im Inland um rund 20 % sinken. Zudem sollen die Kosten zur Teilebeschaffung um 15 % gekürzt werden. So sollen unter anderem künftig weniger Zulieferer Aufträge erhalten.

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