Mitteilung des Auswärtigen Amtes
Explosion auf Djerba tötet drei Deutsche

Unter den Toten der Explosion eines Gastankwagens auf der tunesischen Ferieninsel Djerba sind nach Angaben des Auswärtigen Amtes zwei Frauen und ein ein elfjähriger Junge.

HB/dpa/wiwo/ap BERLIN/TUNIS/JERUSALEM. Die beiden Frauen stammten aus Baden-Württemberg und Bayern, teilte das Außenministerium am Freitag in Berlin mit. Unter den Verletzten befänden sich insgesamt 27 Deutsche.

Über die Hintergründe der Explosion an der Synagoge La Ghriba herrscht nach wie vor Unklarheit. Tunesische Medien berichteten, der Fahrer des Lastwagens und vier weitere Menschen seien bei dem Unglück ums Leben gekommen.

Die Bundesregierung hat Spezialisten des Bundeskriminalamts (BKA) zur Klärung des Vorfalls nach Tunesien entsandt. Das sagte Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye am Freitag vor Journalisten in Berlin. Es handele sich um zwei BKA-Experten. Bundeskanzler Gerhard Schröder habe mit Erschütterung auf die Explosion reagiert und den Angehörigen sein Beileid ausgedrückt.

Ausflugsbus in Explosionsnähe

Ein TUI-Ausflugsbus hatte sich zum Zeitpunkt des Unglücks auf einer Inselrundfahrt befunden und in unmittelbarer Nähe des Explosionsortes gestanden. Die insgesamt 45 Gäste an Bord des Busses stammen laut Angabe von TUI aus Baden-Württemberg (2), Bayern (2), Berlin (3), Hamburg (2), Hessen (2), Niedersachsen (9), Nordrhein-Westfalen (11), Rheinland-Pfalz (3) und Schleswig-Holstein (11).

Die Verletzten wurden in drei Krankenhäuser in Sousse und Tunis geflogen, wo sie von Mitarbeitern der TUI und der deutschen Botschaft rund um die Uhr betreut werden. Von den Ärzten wird heute geprüft, ob die Verletzten nach Deutschland verlegt werden können. Im Laufe des heutigen Tages fliegen die ersten Angehörigen aus Deutschland nach Tunesien. Sie werden von Reiseleitern der TUI, die ihr Team vor Ort verstärkt hat, empfangen und in die Krankenhäuser gefahren.

Das Auswärtige Amt hat zur Information der Angehörigen der Opfer eine Hotline eingerichtet. Auskünfte werden unter der Telefonnummer 030-5000-0 gegeben.

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