Mittel kommen aus Teilverkauf der Stadtwerke
Leipzig startet als erste Stadt mit Venture-Capital-Gesellschaft

Die sächsische Großstadt wagt sich auf neues Terrain: Um Risikokapitalgeber zu mehr Engagements zu bewegen, wird eine städtische Venture-Capital-Gesellschaft gegründet.

jgo LEIPZIG. Die sächsische Stadt Leipzig will als erste Stadt in Deutschland eine kommunale und von Kreditinstituten oder Banken unabhängige Venture-Capital-Gesellschaft gründen. Detlef Schubert, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, rechnet damit, dass das Vorhaben in den nächsten Tagen genehmigt wird. Der Ratsbeschluss am 18. Oktober gilt nur noch als Formsache.

Wie Schubert Handelsblatt.com weiter sagte, wird die Inno Leipzig GmbH-Tech & Co Kapitalbeteiligungfonds KG mit einem Volumen von 25 Mill. DM ausgestattet. Die Mittel stammten aus dem Teilverkauf der Leipziger Stadtwerke und sollten zur Wirtschaftsförderung eingesetzt werden. Der Beigeordnete für Wirtschaft sagte, die Stadt wolle auf diese Weise Venture-Capital-Unternehmen zu mehr Investitionen in der Region anregen.

Der städtische Wagnisfonds wolle keinen großen Profit erzielen, sondern vorrangig Unternehmen entwickeln und fördern. Nach Schuberts Worten wird der Markt in der Region von vielen Venture-Capital-Gesellschaften derzeit noch vernachlässigt. Aus diesem Grund habe die Stadt bereits vor einem Jahr die Gründung des Wagniskapitalfonds eingeleitet.

Verkauf der Stadtwerke brachte Millionen

Im Frühjahr 1997 hatte die Stadt Leipzig beschlossen, 40 % der Stadtwerke zu verkaufen. Vor dem Verfall der Strompreise hatte die Stadt für den Anteil 140 Mio. DM erlösen können. Neben der Wagniskapitalgesellschaft richtete die Stadt Leipzig eine Stiftung für Innovation und Technologietransfer mit einem Volumen von 50 Mill. DM ein. Im Haushalt eingeplant wurden zudem weitere 75 Mill. DM für Innovationsprojekte wie den Aufbau der Strombörse Leipzig.

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