Mittel zur Gesundheitsfürsorge benötigt
UN bitten um weitere Hilfe für den Irak

Die Vereinten Nationen haben Geberstaaten um weitere humanitäre Hilfe für den Irak im Umfang von 259 Mill. Dollar (224 Mill. ?) bis zum Jahresende gebeten. Die für den Irak erhoffte Unterstützung stellt - nach der für Afghanistan - die zweithöchste Summe dar, um die die UN je für ein Land ersucht haben. Zugleich wurde eingeräumt, dass sich die humanitäre Lage im Irak heute besser darstelle als dies vor Beginn des Krieges befürchtet worden war.

HB/dpa NEW YORK. Internationale Hilfe habe den Zusammenbruch der Notversorgung verhindert, sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Louise Frechette am Montag bei einem Treffen der Geberstaaten in New York. Dank großzügiger Spenden sei die Lebensmittelzufuhr für die Menschen im Irak bis zum Jahresende abgesichert. Dringend benötigt würden jedoch noch Mittel zur Gesundheitsfürsorge im Irak, fügte der Unter- Generalsekretär für humanitäre Angelegenheiten, Kenzo Oshima, hinzu.

Durch die Zerstörung der Infrastruktur im Land in den vergangenen drei Monaten seien Reparaturen an den Wasser- und Abwassersystemen, in Krankenhäusern und anderen lebenswichtigen Einrichtungen nötig geworden. Weitere Bereiche, die dringend vorangetrieben werden müssten, seien das Schulwesen und die Beseitigung von Minen, sagte Oshima. Von den Beratungen in New York werden weitere finanzielle Zusagen für die Gewährleistung der Grundversorgung der irakischen Bevölkerung erwartet.

Bei einem weiteren Treffen an diesem Dienstag wollen die internationalen Entwicklungsagenturen und die Geberländer künftige Erfordernisse für den wirtschaftlichen Wiederaufbau des Landes beraten. An diesem Treffen nehmen nach UN-Angaben auch irakische Vertreter teil.

Nach UN-Angaben ist der weitaus größte Teil der 27 Mill. Iraker noch auf Unterstützung mit Lebensmitteln, Medikamenten und anderen Grundversorgungsgütern durch die internationale Gemeinschaft angewiesen. Die Vereinten Nationen hatten im März in einem dringenden Hilfsappell für den Irak um 2,2 Mrd. Dollar für sechs Monate gebeten. Seitdem haben Geberländer 900 Mill. Dollar zur Verfügung gestellt. Weitere 1,1 Mrd. Dollar kamen aus dem UN-Programm "Öl für Lebensmittel" hinzu, dass aus früheren irakischen Ölexporten finanziert wurde.

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