Mittelfristige Option
Babcock erwägt Verkauf der Energietechnik-Tochter

Die insolvente Babcock Borsig AG zieht den Verkauf der noch zu gründenden Auffanggesellschaft Babcock Borsig Power Systems in Betracht. "Der Verkauf ist mittelfristig eine der möglichen Optionen. Aber erst in einigen Jahren", sagte Babcock-Sprecher Thomas Schulz heute auf Anfrage. Früher sei bereits der Verkauf von Anteilen denkbar.

Reuters OBERHAUSEN. Über den Verkauf der Auffanggesellschaft werde aber noch nicht verhandelt. "Ich kann doch nichts verkaufen, was ich noch nicht einmal gegründet habe." Damit wies er einen Bericht der Zeitung "Die Welt" zurück, die unter Berufung auf Kreise von Verhandlungen zwischen dem Vorstand und potenziellen Interessenten über den Verkauf der Energietechnik- und Service-Tochter berichtet hatte.

"Nach Gründung der Auffanggesellschaft sollen Investoren mit ins Boot genommen werden", sagte Schulz weiter. "Es kann sein, dass sie strategisch reingehen mit Anteilen oder aber operativ." In einigen Jahren könne dann über den Verkauf der Gesellschaft nachgedacht werden.

Babcock-Vorstandschef Horst Piepenburg hatte vor einer Woche die Gründung einer Auffanggesellschaft für die Kernbereiche Service, Energietechnik und Umwelttechnik zum 1. Oktober angekündigt. Später sei auch eine Verselbstständigung denkbar, hatte es bereits damals geheißen. Rund 12 000 der konzernweit knapp 22 000 Arbeitsplätze bei Babcock sind früheren Angaben zufolge inzwischen gesichert. Babcock Borsig hatte Anfang Juli zusammen mit der Tochter Babcock Borsig Power Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

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