Mittelfritig steigende Kurse
New Economy: Dresdner-Bank-Vorstand ist optimistisch

Der Dresdner-Bank-Vorstand Leonhard Fischer ist weiterhin von der New Economy überzeugt. "New Economy ist für mich der Begriff, unter ich all diese strukturellen Veränderungen subsumiere: politische Tauwetterlage, Globalisierung, technischer Fortschritt" sagte Fischer der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

dpa-afx FRANKFURT. "Diese Veränderungen eröffnen Perspektiven, aus denen Wohlstand entstehen sollte. Davon bin ich auch heute noch überzeugt, nur vollzieht sich so eine Entwicklung eben nicht ohne Krisen." Fischer geht nach eigenen Angaben davon aus, dass die New Economy nicht überschätzt wurde. "Auch die industrielle Revolution war von vielen Krisen begleitet."

Chancen der Wiedervereinigung nicht genutzt

"Ich bin weiterhin überzeugt, daß nach dem amerikanischen Jahrzehnt das europäische Jahrzehnt kommt, und das neue Jahrzehnt hat gerade erst begonnen", sagte Fischer weiter. Die Europäer müssten sich dazu endlich in Bewegung setzen. "Jede Nation erhält die Chance, erfolgreich zu sein."

Allerdings steige Deutschland im Vergleich zu den anderen Ländern ab, sagte der Dresdner-Bank-Chef. "Wir haben die Chancen der Wiedervereinigung nicht genutzt, sondern sind in den Denkstrukturen der achziger Jahre stehengeblieben." Wenn es den Euro nicht gäbe, müssten sich die Deutschen über die Abwertung der D-Mark Gedanken machen.

Kurzfristig sind Aktienkurse zu schnell gestiegen

Der Dresdner-Bank-Vorstand sagte außerdem, die Aktienkurse seien kurzfristig zu schnell gestiegen. "Trotzdem bin ich für Deutschland und Europa zuversichtlich." Mittelfritig würden die Kurse steigen. Der US-Markt sei bei einem Niveau von 10 000 Punkten im Dow Jones "sehr hoch bewertet". "Amerikanische Aktien sind in Relation zu europäischen immer noch zu teuer".

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