Mittelständische Energieversorger bieten Dienstleistungen für Großkunden
Strom und IT-Service aus einer Hand

Als vor sechs Jahren der Energiemarkt liberalisiert wurde, war dies für viele Versorgungsunternehmen ein Kulturschock. Damals prophezeiten Energieexperten, dass mit der Lieferung von Strom oder Gas alleine künftig kein Wachstum mehr generiert werden könnte. Sie sagten vor allem den kleineren Versorgern bittere Zeiten voraus. Doch es kam anders.

HB DÜSSELDORF. Nach einer kurzen Schwächephase erholten sich die Preise wieder. Die etablierten Firmen konnten ihre Marktanteile halten. Die Privatkunden waren weniger preisbewusst und wechselwillig als von vielen Experten angenommen. Zudem hatten sich die meisten regionalen Versorgungsunternehmen gut vorbereitet und Strategien entwickelt, mit denen sie nicht nur ihr Überleben sichern, sondern ihr Geschäft ausbauen konnten.

Mit Dienstleistungen und Kooperationen untereinander ist es mittelständischen Unternehmen der Energiewirtschaft wie der Pfalzwerke AG, dem saarländischen Stromversorger VSE oder der Saar Ferngas gelungen, Großkunden in der Industrie sowie in den Städten und Gemeinden an sich zu binden. Die Unternehmen haben sich auf ihre Stärken konzentriert und das Know-how interner Bereiche in gemeinsamen Firmen gebündelt, die zunächst als Dienstleister für die eigenen Gesellschafter starteten.

Das Unternehmen Prego Services bietet Dienstleistungen in den Bereichen Personal, IT-Services sowie Einkauf/Materialwirtschaft an, während Famis sich auf das Facility-Management spezialisiert hat und neben dem Betrieb und der Verwaltung von Gebäuden die Planung von Liegenschaften anbietet. Heute sind die Firmen groß genug, dass sie auch Aufträge für Dritte bewältigen können. "Sie können den Markt im Saarland und in Rheinland-Pfalz viel besser bearbeiten als die Gesellschafter alleine", sagt VSE-Vorstandsmitglied Leo Petry.

Auch bei der Energieversorgung setzen die Firmen auf Zusammenarbeit. Beispiel Pfalzwerke: "Unser Kerngeschäft ist nach wie vor die Versorgung mit Energie - die Bereitstellung von Medien aller Art wie Strom, Wärme und Dampf für die Kunden vor Ort, insbesondere in Form von Contracting-Modellen", erläutert Pfalzwerke-Vorstand, Günther Koch, die Strategie. Im Sinne einer nachhaltigen Energiewirtschaft fördert das Unternehmen dabei auch innovative und regenerative Energiequellen von Biomasse- und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen bis hin zu Brennstoffzellen, Solar- und geothermischen Kraftwerken.

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