Mittelständisches Unternehmen aus München sieht sich zu Unrecht ins Abseits gestellt
Nets AG enttäuscht über UMTS-Ausschluss

Die Münchner Nets AG reagiert mit Empörung auf den Ausschluss von der UMTS-Lizenzvergabe durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP).

adn MÜNCHEN. "Uns wurde die Chance genommen, durch unsere Teilnahme am Versteigerungsverfahren unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu beweisen", sagte Nets AG-Chef Thomas Kapsner der Nachrichtenagentur ddp am Mittwoch. Während sich die Behörde zu dem Ausschluss nicht näher äußern wollte, bezog die Nets AG deutlich Stellung. "Man hat uns trotz unserer Fachkunde eine Finanzierung scheinbar nicht zugetraut", sagte Kapsner. Dennoch habe ihn die kurzfristige Absage des Regulierers überrascht. Nun prüfe das Unternehmen rechtliche Schritte.



"Wir waren das einzige mittelständische Unternehmen, das sich beworben hatte, jetzt sind wir draußen", sagte Kapsner. Ob sein Unternehmen den für eine Ersteigerung der Lizenzen erforderlichne Betrag hätte aufbringen können, wollte Kapsner nicht kommentieren. "Wir erfüllen alle Voraussetzungen, sowohl in fachlich-technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht und unterscheiden uns dahingehend nicht von den anderen Mitbewerbern wie der Telekom, Vodafone oder MobilCom", sagte er.



Sollte sich die Nets AG mit dem Ausschluss nicht zufrieden geben, bleibt ihnen nicht viel Zeit. Binnen vier Wochen muss gegen der Bescheid der Regulierungsbehörde beim Amtsgericht Köln Widerspruch eingelegt werden. Die Versteigerung beginnt zudem am 31. Juli. Die Nets AG prüfe daher im Eiltempo rechtliche Schritte.

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