Mittlerer und Naher Osten belastet Ergebnis
Röhrengeschäft belastet Salzgitter

Der Stahlkonzern Salzgitter hat wegen eines schwächeren Röhrengeschäfts in Folge der Konjunkturflaute und der Nahost-Krise im ersten Quartal 2003 einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht. Das deutlich erholte Stahlgeschäft konnte die Einbußen nicht auffangen. Der Reingewinn ist trotz steigendem Umsatz in den ersten drei Monaten um 86 Prozent auf drei Millionen Euro eingebrochten.

Reuters SALZGITTER. Gleichzeitig halbierte sich binnen Jahresfrist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf 12 Mill. Euro, der Konzernumsatz legte um 8 Prozent auf 1,266 Mrd. Euro zu. Dies teilte der Konzern am Donnerstag mit.

Während der noch im vergangenen Jahr defizitäre Stahlbereich vor Steuern einen Gewinn von 2,1 (Vorjahr: Verlust 13,9) Mill. Euro erzielt habe, habe das internationale Röhrengeschäft neben der schwachen Konjunktur die Krise im Mittleren und Nahen Osten zusätzlich zu spüren bekommen. Insbesondere die Großrohrproduktion sei weniger ausgelastet gewesen.

Zur Entwicklung im Gesamtjahr 2003 hieß es, unter der Annahme einer zumindest leichten Konjunkturerholung werde ein Vorsteuerergebnis im mittleren zweistelligen Millionenbereich erwartet. Zum ersten Halbjahr teilte Salzgitter lediglich mit, man erwarte ein positives Vorsteuerergebnis.

Anders als Konkurrent Thyssen-Stahl, der im gleichen Zeitraum einen Gewinnsprung verzeichnete, konnte Salzgitter nicht glänzen. Der Unternehmensbereich Stahl landete zwar wieder in der Gewinnzone. Doch reichte das nicht aus, um den Rückgang bei Röhren auszugleichen.

Im abgelaufenen Jahr 2002 war der Konzernüberschuss von 66 Mill. Euro noch maßgeblich durch das Röhrengeschäft erzielt worden. Dagegen hatte die Stahlsparte mit einem Verlust von 23 Mill. Euro abgeschlossen. Um Kosten zu sparen, will der Konzern das seit vergangenem Jahr laufende Restrukturierungsprogramm, das bis 2005 den Abbau von 1500 der derzeit 18.500 Arbeitsplätze vorsieht, intensivieren. Die im MDax notierte Salzgitter-Aktie verlor am Morgen in einem stabilen Gesamtmarkt rund 1,4 Prozent auf 7,28 Euro.

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