Mitwohnzentralen profitieren vom Spartrend
Firmen kehren Hotels den Rücken

Unternehmen sparen zunehmend bei der Unterbringung ihrer Mitarbeiter. Statt dauerhafter Firmenwohnungen oder teurer Hotelzimmer buchen sie für kurzfristig versetzte Angestellte immer öfter private Unterkünfte.

HB DÜSSELDORF. Dank wachsender Nachfrage von Firmenkunden sei der Umsatz mit Mietern auf Zeit im Jahr 2003 um acht Prozent gestiegen, berichtet Kerstin Raithel, Geschäftsführerin der Home Company, dem mit 52 Filialen größten deutschen Zusammenschluss von Mitwohnzentralen. Seit Ende der neunziger Jahre habe sich die Zahl der Mietverträge mit Unternehmen verdoppelt und den professionellen Maklern Renditen von bis zu 25 Prozent beschert.

Rund ein Drittel aller Mietgesuche bei der Home Company kommen aus Personalabteilungen großer Firmen. Angesichts anhaltend strikter Sparpläne in vielen Unternehmen dürfte sich der Anteil weiter erhöhen. Beim kleineren Branchenkonkurrenten Ring Europäischer Mitwohnzentralen (REM) stellen Unternehmen schon jetzt die Hälfte der Kundschaft.

"Früher haben Firmen nur im Notfall über uns gesucht", sagt REM- Vorstand Frederick Wencke. Diese Zeiten sind vorbei: Zu oft haben sich Personalchefs über nicht genutzte Firmenappartements geärgert.

So standen etwa die 20 Mietwohnungen des Eishockey-Clubs Augsburger Panther viele Jahre lang während der Sommerpause leer. "Das hat uns in jedem Jahr mehrere zehntausend Euro gekostet", klagt Manfred Wiedemann, Assistent der Geschäftsleitung bei den Panthern. Inzwischen beauftragt er die örtliche Mitwohnzentrale mit der Suche nach möblierten Appartements. Das rechne sich, sagt er, weil Ausgaben für die Erstausstattung und unnötige Nebenkosten wegfielen. Außerdem sei der Verwaltungsaufwand geringer. Die Spieler ihrerseits schätzten das persönliche Ambiente beim Mitwohnen auf Zeit. "In privaten Wohnungen steckt meist mehr Liebe zum Detail", sagt Wiedemann.

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