Mixgetränke erfolgreich
Krombacher sitzt Warsteiner im Nacken

Warsteiner hat im ersten Halbjahr dieses Jahres 3,5 Prozent weniger Pils gebraut. In der Gastronomie betrug der Rückgang sogar 4,5 Prozent.

HB/dpa WARSTEIN. Im gleichen Zeitraum steigerte die Krombacher-Brauerei - die Nummer zwei der Branche - ihren Ausstoß um 4,2 Prozent. Krombacher führt das neben der erfolgreichen "Regenwald-Kampagne" auch auf die in den vergangenen Monaten auf den Markt gebrachten Biermisch- Getränke zurück.

Bislang war Warsteiner mit einem jährlichen Ausstoß von über fünf Millionen Hektolitern Pils eindeutig Marktführer. Sollte der Erfolg von Krombacher anhalten, könnten sie den Konkurrenten überholen. Im Handel verlor Warsteiner laut Marktforschungsinstitut Nielsen bereits im April die Spitzenstellung an Krombacher.

Warsteiner sieht vor allem die sechs Wochen vor den Mitbewerbern durchgesetzte Preiserhöhung als Ursache für das schlechte Abschneiden.

Zur Warsteiner-Gruppe gehören neben der Stammmarke auch Paderborner, Isenbeck und Weissenburger sowie Beteiligungen an Miller Brands Germany und der König Ludwig Schlossbrauerei. Im Ausland sind laut Warsteiner vor allem das Pils aus dem Sauerland wie auch das Weißbier beliebt. Insgesamt legten die Marken der Warsteiner-Gruppe im Export um 10,7 Prozent zu.

Bereits in der vergangenen Woche hatte die Veltins-Brauerei in Meschede ihr Halbjahres-Ergebnis vorgelegt. Auch die nach Bitburger viertgrößte Privatbrauerei verzeichnete einen Rückgang beim Pils, der aber durch den Erfolg der Veltins-Mischgetränke mit Cola und Limo mehr als aufgefangen werden konnte. Insgesamt stieg der Ausstoß nach Veltins-Angaben um 2,1 Prozent.

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