MKS in Bayern nicht bestätigt - Jetzt Verdacht in Rheinland-Pfalz
Deutschland bleibt vorerst frei von MKS

Deutschland bleibt zunächst weiter frei von der Maul- und Klauenseuche (MKS). Auch der Verdacht auf den ersten MKS-Fall im Bundesland Bayern bestätigte sich nicht. Neue Gefahr droht jedoch aus Rheinland-Pfalz: Bei Worms könnte ein kleiner Bestand von Schafen und Schweinen mit dem MKS-Erreger infiziert sein. Das Umweltministerium im Mainz meldete den Verdachtsfall am Samstagabend nahezu zeitgleich mit der Entwarnung aus Bayern.

dpa LANDSHUT/MAINZ. Untersuchungen von Proben erkrankter Schafe aus Niederbayern brachten ein negatives Ergebnis. Die Sperre des Bestandes auf einem Einödhof nahe Vilsbiburg wurde aufgehoben, wie das Verbraucherschutzministerium in München mitteilte. Bei rund 100 Jungschafen der Herde mit 1 350 Tieren waren am Donnerstag Symptome entdeckt worden.

Die Tiere leiden wahrscheinlich unter der Moderhinke, einer Schafkrankheit, die durch Bakterien verursacht wird und für Menschen ungefährlich ist. Wegen entzündeter Klauen lahmen die Tiere, ein Krankheitsbild, das dem der Maul- und Klauenseuche ähnelt.

In Worms-Weinsheim ist eine Geflügelfarm vom MKS-Verdacht betroffen. Dort wurden zusätzlich auch einige Schafe gehalten, bei denen Symptome der hoch ansteckenden Krankheit auftraten. Zehn Schafe, fünf Lämmer und zwei Schweine wurden getötet.

Das abschließende Resultat von MKS-Tests in Mittelhessen wurde noch am Sonntag erwartet. Die Ergebnisse der Tübinger Untersuchungen sollen endgültig Aufschluss über einen MKS-Verdacht bei zwei Schafherden in Biebertal-Königsberg (Kreis Gießen) geben. Erste Tests waren negativ ausgefallen.

Nach einem verbotenen Pferdetransport aus dem MKS-Sperrgebiet bei Gießen wurde das Gestüt des Springreiters und Olympiasiegers Lars Nieberg gesperrt. Am Samstagabend hatte Nieberg ein Pferd aus einer Tierklinik in Biebertal-Königsberg geholt und zu seinem Gestüt Wäldershausen in Homberg/Ohm gebracht. Wie der Olympiasieger auf Anfrage mitteilte, haben die Behörden noch in der Nacht das Gestüt abgeriegelt. Das hessische Sozialministerium bestätigte den Vorfall. Es handele sich aber um keinen neuen MKS-Verdachtsfall.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%