MLP auf Erholungskurs
Dax gibt deutlich nach

Der deutsche Aktienindex Dax ist am Mittwoch nach frühen Gewinnen ins Minus gerutscht. Zwei Stunden vor Handelsschluss weiteten die Standardwerte ihre Verluste aus und lagen um 1,42 Prozent im Minus bei 5 582 Punkten.

dpa FRANKFURT/M. Händler waren von der Entwicklung des Dax überrascht. Warum der Index gedreht habe, sei wirklich die Frage des Tages, sagte Knut Hochwald, der bei der Hamburger Sparkasse handelt. Nach dem freundlichen Start hätten Anschlusskäufe gefehlt. Möglicherweise wollten auch Hedge Fonds die Widerstandsfähigkeit des Index testen, "und die war gleich Null", urteilte er. Das Selbstvertrauen der Anleger sei "längst in die Binsen gegangen", urteilte er.

Man müsse berücksichtigen, dass die Umsätze derzeit gering seien. Die Kursausschläge sollten also nicht überbewertet werden, sagte ein weiterer Händler. Es herrsche "Sommerflaute", sagte ein dritter Marktteilnehmer.

MLP erholten sich mit einem Plus von 4,55 Prozent auf 92 Euro etwas von den Verlusten der vergangenen Tage. Der Vorstandsvorsitzende Bernhard Termühlen hatte zuvor gute Halbjahreszahlen angekündigt. Auch im Gesamtjahr werde das Wachstum bei Umsatz und Gewinn über den Prognosen von mehr als 30 Prozent liegen.

Siemens machten die Anfangsverluste, die der Veröffentlichung der Quartalszahlen folgten, wett und legten um 1,24 Prozent auf 57,25 Euro zu. Die Zahlen hätten "sicher unter den Markterwartungen" gelegen, allerdings sei der operative Verlust "nicht so grandios ausgefallen wie bei der Konkurrenz", sagte Alfred Schöngraf, Analyst bei Delbrück Asset Management. Das scheine der Markt realisiert zu haben.

BMW stiegen auf 39,40 Euro - ein Plus von 1,23 Prozent. Die Investmentbank Lehman Brothers hatte das Kursziel und die Gewinnprognosen für das laufende und das kommende Jahr angehoben.

Henkel waren mit einem Abschlag von 3,95 Prozent auf 70,10 Euro Tagesverlierer. Der geplante Verkauf des Spezialchemie-Herstellers Cognis an die britische Schroder Ventures ist laut einem Pressebericht wieder unsicher geworden. Die Gespräche zwischen dem Cognis-Eigner Henkel und dem Londoner Firmenkäufer stockten.

MAN gaben 1,20 Prozent ab und kosteten 24,80 Euro. Merrill Lynch hatte die Aktie herabgestuft. Der steigende Preisdruck und die sinkenden Stückzahlen würden die Margen des Nutzfahrzeug-Herstellers belasten.

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