MLP führen kurze Gwwinnerliste an
Bayer und Telekom belasten den Dax

Kräftige Kursverluste von Bayer und der Deutschen Telekom haben den Deutschen Aktienindex (Dax) am Mittwoch trotz einer nach Händlerangaben positiven Grundstimmung erheblich belastet und 1,8 % fallen lassen.

rtr FRANKFURT. Eigentlich sei der breite Markt nach der deutlich besser als erwartet ausgefallenen US-Produktivität im zweiten Quartal und steigenden Kursen an der New Yorker Wall Street am Dienstag positiv gestimmt gewesen, sagte ein Händler. "Bayer und die Telekom haben uns aber dann einen Strich durch die Rechnung gemacht." Bayer hatte mitgeteilt, ein wichtiges Präparat vom Markt zu nehmen und zudem eine Gewinnwarnung ausgegeben. Die Telekom war ebenso wie andere europäische Telekom-Werte herabgestuft worden. Selbst wenn die US-Börsen am Mittwoch freundlich eröffnen sollten, sei im Tagesverlauf kein Umschwung zu erwarten, sagte ein Händler. Der Dax fiel bis zum frühen Nachmittag um 1,8 % auf 5648 Punkte. Dabei lagen allerdings 17 der 30 Werte im Plus. Am Neuen Markt gab der alle Werte des Segmentes umfassende Nemax-All-Share-Index 2,5 % nach.

Im Mittelpunkt des Dax-Handels standen die Papiere der Bayer AG, die um knapp 15 % auf 38,67 ? fielen. Der Pharma- und Chemiekonzern setzt nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung die Vermarktung des Cholesterinsenkers Baycol/Lipobay aus und erwartet für das Gesamtjahr, dass die bisherige Ergebniserwartung für den Konzern "ganz erheblich unterschritten" wird. Bayer kündigte zudem die Überprüfung der Gesamtstrategie des Konzerns an. Im Zuge der Bayer-Gewinnwarnung und nach einer Rückstufung fielen auch die Titel des Chemiekonzerns BASF um mehr als vier Prozent auf 43,72 ?. BASF hatte am Dienstag unter den Erwartungen liegende Quartalszahlen vorgelegt. Händler sagten, auch der Ausblick sei schlecht gewesen und belaste die Aktie weiterhin.

Deutsche Telekom auf Rekordtief

Auf den tiefsten Stand der vergangenen zweieinhalb Jahren fielen die Titel der Deutschen Telekom mit 21,55 ?, was einem Abschlag von knapp acht Prozent entspricht. "Am Markt herrscht eine große Unsicherheit, wer der Verkäufer gestern war. Das verursacht Nervosität", sagte ein Aktienstratege einer großen Londoner Investmentbank.



Am Dienstag hatte die Deutsche Bank auf Anfrage bestätigt, 44 Mill. T-Aktien zu je 23,60 ? platziert zu haben. Zur Identität des oder der Verkäufer wollte sich die Bank nicht äußern. Am Mittwoch habe sich der breite Markt den Verkäufen angeschlossen, sagte ein Händler. Zudem hatte die Investmentbank Merrill Lynch am Mittwoch die Aktien der Telekom und auch die anderer europäischer Telekom-Firmen zurückgestuft.

Die Titel des Halbleiter-Herstellers Infineon verbilligten sich um 2,86 % auf 26,50 ?. Händler sagten, der Abschlag stünde im Zusammenhang mit der Herunterstufung mehrerer Chip-Werte durch die Investmentbank Credit Suisse First Boston am Dienstag.

Auf der Gewinnerseite ragten die Papiere von MLP heraus, die um über drei Prozent auf 99,65 ? zulegen konnten. Händler bezeichneten den Anstieg als technische Gegenbewegung. Nachrichten aus dem Unternehmen wurden bis zum Nachmittag nicht bekannt.

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