MLP ist auch ein Opfer seiner eigenen Informationspolitik
Kommentar: Hoch geflogen, tief gefallen

Über Jahre hinweg ernetete MLP neidische Blicke: Wachstumsraten von regelmäßig 30 %, anhaltend rosige Gewinnaussichten, Lob von allen Seiten für das Geschäftsmodell - und dann der Absturz. Bilanztricksereien soll es gegeben haben. In Zeiten von Enron, Worldcom & Co. nützen da alle Beteuerungen nichts, dass alles korrekt sei. Der Vertrauensverlust war da, mit dem Aktienkurs, Anfang Mai noch bei über 60 Euro, ging es bergab.

Doch statt die eigene, von Investoren regelmäßig kritisierte Informationspolitik zu überdenken, schossen sich die Heidelberger dann am Freitag auch noch selbst ins Knie. Am Morgen beteuerte ein Sprecher, dass man an den Prognosen für 2002 festhalte. Am Nachmittag kam die Gewinnwarnung.

Der Aufschlag für die Aktie war verdammt hart, eine Erholung scheint mehr als fraglich. Denn mehr noch als der Kurs- dürfte der Vertrauensverlust wiegen, den MLP selbst zu verantworten hat.

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
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