MLP und Technologie-Werte als Stolpersteine
Dax ganz tief im Minus

Sehr schwach haben die deutschen Standardwerte am Freitag geschlossen. Vor allem die Deutsche Telekom belastete mit ihren Verlusten den Index. Das erinnert alles an einen großen Ausverkauf.

vwd FRANKFURT. Der Dax verlor 1,7 Prozent bzw 81,79 Punkte auf 4.882,77 Stellen. Vor allem die Deutsche Telekom belastete mit ihren Verlusten den Index. Aber auch schwache US-Börsen in Folge schlechter als erwartet ausgefallener US-Arbeitsmarktdaten drückten auf die Stimmung.

Wieder einmal hätten sich sich Anleger aus Telekom - und Technologieaktie zurückgezogen, sagte ein Händler. Das erkläre auch den Einbruch bei Epcos und Infineon, die über sieben Prozent nachgaben. Gesucht wurden dagegen ausgewählte, sogenannte defensive Werte wie MAN, Degussa oder Henkel.

Die T-Aktie fiel zum Börssenschluss nach Verlusten von 6,7 Prozent auf eine neues Allzeit- und Tagestief von 12,80 ?. Zuvor lag das Tief bei 13,32 ?, es war am 11. September 2001 markiert worden. Händler berichteten, dass vor allem angelsächsische Investoren in großem Stil verkauften. Ansonsten seien keine fundamentalen Neuigkeiten zu erkennen, die diese verstärkten Abgaben rechtfertigten, hieß es. Die Telekomwerte stünden wieder einmal ?opaweit deutlich unter Druck. "Das erinnert alles an einen großen Ausverkauf", fasste ein Händler die Stimmung zusammen.

Nachdem die charttechnisch wichtige Marke bei 18,80 ? bei Infineon unterschritten wurde, nahm der Verkaufsdruck am Nachmittag zu. Vor allem institutionelle Investoren seien hier auf der Abgeberseite zu erkennen gewesen, sagte ein Händler. Infineon stürzten 10,7 Prozent auf 17,72 ? ab und Epcos sanken um 8,2 Prozent auf 40,60 ?. Anleger verabschiedeten sich aus diesen Technologiewerten, meinte ein Marktteilnehmer. Auch in den USA stehe dieser Sektor unter Druck. "Die Nachrichtenlage ist hier nicht gerade viel versprechend. Woher soll denn dann auch die Fantasie für Aktienkäufe kommen?"

MLP befanden sich ebenfalls unter den größten Verlierern und verbilligten sich um sechs Prozent auf 60,62 ?. Ein Händler führte das Minus darauf zurück, dass Gerüchten zufolge von der US-Investmentbank Goldman Sachs eine kritische Studie zu erwarten ist. Daneben kursierten am Freitag Spekulationen um Bilanzunregelmäßigkeiten im Markt. Diese seien allerdings nicht gerade neu, sagte ein Beobachter. Dennoch scheine es, als ob einige Investoren daraufhin noch einmal Aktien verkauft hätten.

SAP drehten am Nachmittag ins Minus und schlossen mit einem Verlust von 2,3 Prozent auf 130,90 ?. Das Unternehmen hatte auf der Hauptversammlung seine Prognose für das laufende Jahr bekräftigt. Zudem haben die Analysten von Dresdner Kleinwort Wasserstein den Titel auf "Buy" hoch gestuft. Dennoch konnte sich die Aktie dem schwachen Trend der Technologiewerte nicht entziehen. adidas-Salomon bauten die Gewinne vom Vortag weiter aus und legten um knapp zwei Prozent auf 82,07 ? zu. Nach der Vorlage von Geschäftszahlen am Donnerstag hatten sich eine Reihe von Analysten positiv zu dem Wert geäußert.

VW gewannen 0,9 Prozent auf 54,29 ?. Der am Morgen gemeldete Nettogewinn und der Gewinn vor Steuern lagen im ersten Quartal am oberen Ende der Prognosen, der Umsatz blieb hingegen hinter der Konsensschätzung zurück. "Aber der optimistisch gestimmte Ausblick für das Gesamtjahr wurde bekräftigt", sagte ein Analyst. Als positive Nachricht für Schering bewerteten Beobachter die Meldung, dass das US-Unternehmen Immunex sein Leukine-Geschäft an Schering verkaufen will. Die Aktien von Schering legten 0,5 Prozent auf 66,50 ? zu. Dyckerhoff gaben im MDax nach der Vorlage von Geschäftszahlen drei Prozent auf 18,10 ? ab.

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