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MLP wird Kundenzahl 2004 wohl nicht so stark erhöhen wie bisher geplant

Der Finanzdienstleister MLP wird im Gesamtjahr entgegen der bisherigen Planung die Zahl seiner Kunden wohl nicht prozentual zweistellig steigern. Das sagte MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg am Mittwoch nach Vorlage von Quartalszahlen bei einer Telefonkonferenz.

dpa-afx HEIDELBERG. Der Finanzdienstleister MLP wird im Gesamtjahr entgegen der bisherigen Planung die Zahl seiner Kunden wohl nicht prozentual zweistellig steigern. Das sagte MLP-Chef Uwe Schroeder-Wildberg am Mittwoch nach Vorlage von Quartalszahlen bei einer Telefonkonferenz. Im nächsten Jahr strebt der auf Akademiker ausgerichtete Finanzdienstleister ein Plus von zehn Prozent an.

Im laufenden Jahr wollten die Heidelberger bei den Kundenzahlen bisher prozentual zweistellig zulegen, hatten dieses Ziel aber als "ambitioniert" bezeichnet. In den ersten neun Monaten zählte MLP 589 000 Kunden und damit lediglich 4,9 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im dritten Quartal kamen 10 000 neue Kunden zu den Finanzberatern. Allerdings ist das vierte Jahresviertel traditionell das mit Abstand stärkste Quartal in der Branche.

In den ersten neun Monaten hatte MLP sein Geschäftsstellennetz um 12,7 Prozent auf 303 ausgedünnt. Die Beraterzahl schrumpfte um 8,6 Prozent auf 2 534. Gleichzeitig steigerte der Finanzdienstleister die Produktivität je Berater sowie je Geschäftsstelle. Im nächsten Jahr solle die Zahl unter dem Strich deutlich steigen, bekräftigte Schroeder-Wildberg. Analysten sehen die Anzahl der Berater als Indikator für künftiges Wachstum.

Umsatzplus VON Über 20% Angepeilt - Weitere Umstrukturierungskosten

Die Erträge will MLP im Gesamtjahr um mehr als 20 Prozent steigern, wie der Konzernchef sagte. Von Januar bis September legten sie um 22,4 Prozent auf 431,7 Mill. Euro zu. Im dritten Quartal wuchsen die Erträge im Jahresvergleich um knapp 15 Prozent auf 145,7 Mill. Euro. MLP profitiert wie andere Finanzdienstleister von der gestiegenen Nachfrage im Bereich private Altersvorsorge. Der Boom wurde durch Gesetzesänderungen ausgelöst.

Im laufenden vierten Quartal kommen auf die Heidelberger weitere Umstrukturierungskosten zu. Finanzvorstand Nils Frowein nannte einen Betrag von insgesamt 20 Mill. Euro das "Ende der Fahnenstange". Von Januar bis September gab MLP bereits 12,6 Mill. Euro für die Verbesserung von Prozessabläufen im Zuge seines Wertsteigerungsprogramms "MLP Best Value" aus.

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