MMO2 und T-Mobile als Präzedenzfall: EU will erste UMTS-Zusammenarbeit genehmigen

MMO2 und T-Mobile als Präzedenzfall
EU will erste UMTS-Zusammenarbeit genehmigen

Die EU-Kommission wird in einer Musterentscheidung nach Angaben aus mit dem Fall vertrauten Kreisen die Zusammenarbeit von Mobilfunkunternehmen beim Aufbau des britischen UMTS-Netzes genehmigen.

Reuters BRÜSSEL. Voraussichtlich am kommenden Mittwoch werde die Kommission dem britischen Mobilfunkunternehmen MMO2 und T-Mobile erlauben, Anlagen für ihr UMTS-Netz zu teilen und in dünner besiedelten Gebieten auch ein Roaming ihrer Kunden zu Nutzung des jeweils anderen Netzes zu ermöglichen, erfuhr Reuters am Freitag aus den Brüsseler Kreisen. "Das ist ein Präzedenzfall", hieß es. Wenig später werde die Kommission auch über eine ähnliche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen in Deutschland entscheiden. Ein Kommissionssprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Mit ihrer Haltung wolle die Kommission den schnellen Aufbau der teuren UMTS-Mobilfunknetze erleichtern und zugleich eine Verunstaltung der Landschaft durch zu viele neue Sendemasten verhindern, hieß es in den Kreisen. Als besonders unkritisch gelte in der Kommission die gemeinsame Nutzung von Sendemasten und anderer grundlegender Infrastruktur wie Trafo- und Kühlanlagen sowie der Antennenmasten, die nicht den eigentlichen Netzbetrieb betreffen. "Darin sieht die Kommission keine Wettbewerbsbeschränkung", hieß es in den Kreisen.

Das Roaming sei zwar eine Wettbewerbsbeschränkung, werde aber voraussichtlich für ländlichere Gebiete und Kleinstädte erlaubt, hieß es in den Kreisen weiter. Dies betreffe ein Gebiet, in dem weniger als zehn Prozent der britischen Bevölkerung leben. Dazu gehörten auch Kleinstädte wie Brighton und Oxford, während das Roaming in Ballungsräumen wie London, Manchester und Bristol nicht erlaubt werden soll.

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