Mobilcom im Blickpunkt
Nemax-Aktien teils deutlich fester

Der Frankfurter Neue Markt präsentiert sich am Montag von den Verlusten der Vorwoche erholt und legt deutlich zu. Die festere Tendenz sei allerdings allein eine technische Reaktion auf die vorangegangenen Verluste, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. Der Blue-Chip-Index Nemax50 hatte in der vergangenen Woche mehr als elf Prozent seines Wertes verloren und war unter anderem am Freitag auf ein neues Rekordtief bei 624 Stellen abgesackt. Deutlich im Plus liegen am Montag die Aktien von Mobilcom, nachdem die Banken offenbar zu einem Forderungsverzicht bereit sind. Um mehr als 30 Prozent brachen indes die Aktien von Oti On Track ein, nachdem der israelische Hersteller von Chipkarten seine Aktien in einem Verhältnis von 10:1 zusammengelegt hatte (Reverse Split).

Der Nemax50 gewann bis zum frühen Nachmittag 3,9 Prozent auf 673 Zähler. Der alle Werte des Segments umfassende Nemax-All-Share zog um 2,4 Prozent auf 715 Zähler an. Die technische Reaktion könnte zwar in den kommenden Tagen anhalten, sagten Börsianer. An der schlechten Stimmung habe sich jedoch nichts geändert.

Die Papiere des Mobilfunk-Anbieters Mobilcom zogen um mehr als zehn Prozent auf 8,29 Euro an. "Das Gerücht von letzter Woche, dass die Banken auf einen Teil der Forderungen verzichten, scheint sich jetzt zu bestätigen", sagte ein Händler. Im Streit zwischen France Telecom und der Mobilcom sind die Banken offenbar zu einem zehnprozentigen Forderungsverzicht bereit. Wie die Nachrichtenagentur Reuters bereits am Freitag aus Kreisen des aus 17 Banken bestehenden Konsortiums erfuhr, haben die Institute bereits am Donnerstag einem neuen Angebot von France Telecom grundsätzlich zugestimmt. Die Offerte sieht den Angaben zufolge vor, dass die Banken im Rahmen einer Wandelanleihe nur 90 Prozent der Mobilcom-Schulden zurückerhalten sollen.

Die Aktien von Oti On Track brachen um rund ein Drittel ein. "Da haben wohl einige Anleger den Reverse Split nicht verstanden", sagte ein Händler. Sie verkauften, ohne zu realisieren, dass sie nur noch ein Zehntel der ursprünglichen Aktienzahl in ihrem Portfolio hätten. Ein anderer Börsianer äußerte sich derweil skeptisch über die Maßnahme des Unternehmens. "Ich kann es nicht verstehen, warum sie diesen Reverse Split gemacht haben. Eine Aktie, die bei zehn Euro notiert, hat doch mehr Spielraum nach unten, als eine, die bei einem Euro steht", sagte der Börsianer. "Es kann schon sein, dass die Papiere jetzt noch weiter unter Druck geraten." Die Papiere gaben um mehr als 30 Prozent auf 7,29 Euro nach.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%