Mobilcom
Kommentar: Schmid pokert bis zum Ende

"Nach mir die Sintflut", sagt sich Gerhard Schmid, Gründer und Noch-Chef der Mobilcom AG. Der Imageschaden für das Unternehmen durch den öffentlichen Streit mit dem Großaktionär France Télécom ist ohnehin schon irreparabel.

Jetzt pokert Schmid auch noch bis zur letzten Karte, um sich den unrühmlichen Abgang aus dem von ihm gegründeten Unternehmen vergolden zu lassen. Am Ende bleibt der France Télécom ja nichts anderes übrig, als Schmid seine Firmenanteile für viel Geld abzukaufen - einem Mann, der seiner Ehefrau am Aufsichtsrat vorbei 68 Mill. Euro zugeschanzt hat.

Schmids Poker fügt dem Unternehmen bleibende Schäden zu. Die Zukunft der Mobilcom AG, einst strahlender Star am Neuen Markt, ist ohnehin unsicher. Die Franzosen können und wollen das Unternehmen nicht so finanzieren, dass es auch im UMTS-Zeitalter eine wichtige Rolle spielt. Der Imageschaden schreckt nun zusätzlich Kunden ab - düstere Aussichten.

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
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