Mobilcom zählt zu den größten Verlierern
Talfahrt am Neuen Markt geht weiter

Der Neue Markt hat sich auch im Mittagshandel nicht erholt. Bis um 15.00 Uhr verlor der NEMAX 50 5,43 % auf 4 204,39 Zähler.

dpa-afx FRANKFURT. Der Neue Markt hat sich am Donnerstag auch im Mittagshandel nicht erholt. Bis um 15.00 Uhr verlor der NEMAX 50 (Performance-Index) 5,43 % auf 4 204,39 Zähler. Der alle Werte umfassende NEMAX All-Share (Performance-Index) rutschte um 4,49 % auf 3 972,04 Punkte ab.

"Der Nemax 50 hat seinen Boden noch nicht gefunden", sagte Guiseppe-Guido Amato, Analyst bei Lang & Schwarz. Die 4 200er Marke werde offenbar ernsthaft getestet. Er hoffe aber, dass sie nicht durchbrochen werde. Dies sei schon bei der 4 600 Punkten für den Neuen Markt schlecht gewesen. Trotz der derzeitigen negativen Entwicklung ist Amato zuversichtlich, dass es bald wieder aufwärts gehen wird. Und dann hält der Analyst auch wieder mehr als 5 000 Punkte für realistisch.

"Die Nasdaq ist noch angeschlagen", sagte Amato. Solange sie weiter abrutsche, solange erhole sich der Neue Markt ebenfalls nicht. Nach wie vor sei der Markt von einer großen Unsicherheit geprägt. Erschwerend käme jetzt der unklare Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen hinzu. Bis das endgültige Ergebnis bekannt sei, könne über den zukünftigen Kurs nur spekuliert werden: "Und das nervt die Leute an der Wall Street".

Größter Verlierer im NEMAX 50 war MobilCom. Nach Vorlage der Neun-Monats-Zahlen bracht der Titel des Telekom-Anbieters um 16,23 % auf 58,85 Euro ein. MobilCom hatte am Donnerstag vor Börsenbeginn einen Verlust von 265,4 Mill. DM ausgewiesen. Begründet wurde dies unter anderem mit den hohen Folgekosten für die UMTS-Mobilfunklizenzen. "Der Rutsch war eine erste Schockreaktion auf die Zahlen", sagte ein Händler der DG-Bank. Im Grunde sei es abzusehen gewesen, dass die UMTS-Versteigerungen hohe Kosten nach sich ziehe.

Tief ins Minus fielen auch T-Online. Die Aktien gaben um 6,67 % auf 20,16 Euro nach. Die Internet-Tochter der Deutschen Telekom hatte am Mittwoch mit ihren Zahlen enttäuscht. Für Unruhe sorgte am Donnerstag auch ein Zeitungsartikel, der von der fristlosen Entlassung von vier Managern im Zuge der so genannten Sponsoring-Affäre berichtete.

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