Mobilcom
Zwischenruf: Wie gewonnen, so zerronnen...

lip DÜSSELDORF. Die Schlammschlacht zwischen der im schleswig-holsteinischen Büdelsdorf ansässigen Mobilcom AG und ihrem zweitgrößten Aktionär, France Telecom, bewegt nun auch die Politik. So bastelt offenbar das Kieler Wirtschaftsministerium an einem Plan für den Notfall, dass sich die Franzosen klammheimlich aus ihrem Mobilfunk-Abenteuer in Deutschland heraus mogeln sollten.

Ziel ist es, die Folgen für die Mitarbeiter und die Region im Ernstfall abzufedern. Doch eine solche Hilfe würde ein Land gewaltig überfordern, dessen Haushalt ohnehin immer tiefer in die roten Zahlen gerutscht ist. Denn selbst ein kurzfristiges Engagement bei dem hoch verschuldeten Mobilfunk-Unternehmen würde Schleswig-Holstein mit erheblichem Zinsaufwand belasten. Gefordert wäre deshalb der Bund. Die Ironie: Bei einer solchen Intervention würde die Regierung einen Teil gerade jenes Geldes verlieren, das sie beim Verkauf der Nutzungs-Lizenzen für den neuen Mobilfunkstandard UMTS eingenommen hatte. Wie gewonnen, so zerronnen...

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