Archiv
Mobile Business: Jagd nach den besten Startplätzen

bue HB DÜSSELDORF. Spätestens mit der Einführung des neuen Mobilfunkstandards UMTS (Universal Mobile Communication System) soll das Internet mobil und überall verfügbar sein. Derzeit befinden sich Telekommunikations- und IT-Unternehmen weltweit auf der Jagd nach den besten Startplätzen in die mobile Gesellschaft von Morgen.

Das Handy soll sich zur Handels-, Arbeits, Internet- und Entertainmentplattform entwicklen. Doch welche Trends und Technologien werden sich innerhalb dieser Entwicklung durchsetzen? Wie gut funktioniert das Zusammenspiel von Anwendungen, Endgeräten und Netzen? Sind aktuelle Applikationen auch morgen noch einsatzfähig? Antworten auf diese und mehr Fragen sollen auf der Systems 2000 gegeben werden.

In der Sonderschau "Mobile Solution" in Halle A6 widmen sich rund 40 Aussteller dem Thema "M (Mobile)-Commerce". Auf 1000 Quadratmeter präsentieren sie ihr Angebote und Projekte zu Mobilfunktechnik, mobile Unternehmenskommunikation, "Unified Messaging und Telematik", Software und mobile Abrechnungssysteme. Doch gerade beim Bezahlen über das Handy sind wichtige Fragen noch weitgehend ungelöst. So widmet sich die Initiative M-sign dem Zukunfts-Thema mobile Abrechungssysteme. In dem Konsortium haben sich 35 Unternehmen zusammengeschlossen. Unter ihnen Hewlett-Packard, Siemens und Viag Interkom und Finanzhäuser wie der West LB und der Bank of Tokio.

Suche nach weltweiten Standards

Zudem ist die Branche auf der Suche nach weltweiten UMTS-Standards. Denn Dienste und Abrechungssysteme sind zueinander häufig nicht kompatibel und müssen international vereinheitlicht werden. Die Industrie hat erkannt, dass die Möglichkeiten im UMTS-Markt nur über gemeinsame Initiativen ausgeschöpft werden können. Die skandinavischen Hersteller Ericsson, Motorola und Nokia haben mit der Gründung des Location Interoperability Forums (LIF) einen ersten Schritt in diese Richtung getan. Sie wollen die weltweite Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Systemen verschiedener Hersteller zur mobilen Positionsbestimmung erreichen. Die ortsbezogenne Mehrwertdienste, die so genannten "Location-based Services" sollen dem mobilen Anwender, zum Beispiel das Handy als Orientierungshilfe in einer fremden Umgebung ermöglichen. Das Forum der Handy-Hersteller will einheitliche Lösungen für überall verfügbare und ortsbezogene Dienste definieren und entwickeln. Ziel ist unter anderem, den Zugang zu mobilen Diensten einfacher und sicherer zu gestalten und die Einwahl in das Internet über Handy unabhängig von Netzen zu gestalten. Durch weltweit einheitliche Standards soll es in Zukunft gleichgültig sein, ob der Nutzer sich in einem GSM-Netz eingebucht hat oder in einem UMTS-Netz. Die Mitglieder des LIF gehen davon aus, dass ortsbezogene Dienste Bestandteil von Netzen und Endgeräten der zweiten und dritten Mobilfunkgeneration sein werden.

Branche wartet auf GPRS und UMTS

Ingesamt wartet die Branche auf die neuen Standards GPRS und UMTS. Denn der derzeitige mobile Standart "WAP" fordert von seinen Nutzern noch Pioniergeist und Ausdauer bei der Abfrage von Internet-Diensleistungen. Die Übertragungstechnologie ermöglicht nur den Zugriff auf textbasierenden Angeboten, ist langsam und störanfällig. Starken Aufwind wird nach Meinung von etwa 84 Prozent der von der Unternehmensberatung Mummert + Partner befragten 103 IT-Führungskräften die dritte Mobilfunkgeneratin UMTS bekommen. Der Mobilfunkstandard, der für schnellere Datenübertragungsgeschwindigkeit sorgt und Multimedianutzung ermöglichen soll, nimmt damit Platz Eins ein. Rang zwei geht an die Mobilfunkgeneration der zweiten Generation, GPRS, dem General Paket Radio Service - einer neuen Technik im Mobilfunk, die das Internetsurfen mit dem Handy bereits so schnell wie am heimischen Computer machen soll. GPRS prognostizieren knapp sieben von zehn Umfrageteilnehmern (68,9 Prozent) eine steigende Bedeutung.

Sechs von zehn (56,9 Prozent) sagen, dass Wireless Local Loop- (WLL) und Point-to-Multipoint (PMP)-Technologie sich nächstes Jahr in rasantem Tempo weiterverbreiten wird. Dabei wird die letzte Meile, bis zum Endgerät der sogenannte "local loop", über eine drahtlose Funkstrecke zurückgelegt, und das mittels der Richtfunktechnik PMP. Rosige Zeiten werden auch der Bluetooth-Technik prophezeit. Immerhin glaubt mehr als die Haelfte (55,3 Prozent) an einen Aufschwung der Kurzstreckenfunktechnik. Allerdings gab jeder zehnte Befragte (11,7 Prozent) an, die Bluetooth-Technologie gar nicht zu kennen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%