Mobile Telefone zwischen Mini-PC und Spielekonsole: Auch Telefonieren ist mit neuen Handys möglich

Mobile Telefone zwischen Mini-PC und Spielekonsole
Auch Telefonieren ist mit neuen Handys möglich

Die Handy-Branche wittert Frühlingsluft. Mit neuen Geräten wollen die Hersteller den zur Zeit schleppenden Absatz ankurbeln. Vor allem Siemens und Nokia versprechen den Kunden Multimedia im Taschenformat.

HANNOVER. Computer stehen nicht mehr im Rampenlicht der Cebit in Hannover. In der Zeit moderner Business-Nomaden sind es die mobilen Geräte, denen das besondere Interesse der Besucher gilt. Neben funkfähigen Notebooks und Handheld-Computern ist die Aufmerksamkeit auf der Technikmesse vor allem auf die neuesten Handys der Mobilfunkbranche gerichtet.

Telefonieren kann man mit den neuesten Handys auch. Gespickt mit den jüngsten Trendfunktionen werden die Geräte aber heute eher wie Mini-PC oder Spielekonsolen für unterwegs angepriesen. Bunte Bildschirme und integrierte Kameras sorgen dafür, dass eine intensive Nutzung der Spaß-Handys neue Umsätze in die Kassen der Mobilfunkanbieter spült. Nach dem Erfolg von SMS-Kurznachrichten (Short Message System) sollen nun mit Bildern und Tönen angereicherte MMS (Multimedia Message) für einen dringend benötigten Aufwind in der Branche sorgen.

Wie weit man mit einem Multimedia-Handy gehen kann, demonstrierte Marktführer Nokia auf der Cebit mit seinem Modell 3300. Das als Musiktelefon bezeichnete Gerät ist praktisch ein digitaler Musikplayer (MP3 und AAC) sowie ein UKW-Stereo-Radio, mit dem man auch telefonieren kann. Das Nokia 3300 wurde in erster Linie zum Abspielen und Aufnehmen von Musik entwickelt. Es kann aber nach Angaben von Nokia auch für Spiele, zum Senden und Empfangen von MMS sowie als Zugang zum Internet genutzt werden. Das Dual-Band-Gerät soll im zweiten Quartal zu kaufen sein.

Für Berufstätige, die viel unterwegs sind, hat Nokia das Modell 6220 entwickelt. Es wurde in Hannover zum ersten Mal gezeigt. Neben einer integrierten Kamera, die mittlerweile auch in Business-Handys gefragt ist, kann das Telefon sowohl mit Java- wie auch mit EDGE-Technik (erweiterte Datentechnik für die GSM-Entwicklung) arbeiten. Das Nokia 6220 mit großem Farbdisplay sowie einer erweiterten Kontaktdatenverwaltung unterstützt MMS. Das Triband-Handy soll im dritten Quartal 2003 auf den Markt kommen.

Der finnische Handy-Hersteller Nokia führte nach Angaben von Dataquest mit einem Marktanteil bei verkauften Geräten von 35,8 % im vergangenen Jahr die Branche der Handy-Hersteller an. Auf Platz zwei folgte mit deutlichem Abstand (Marktanteil 15,3 %) der US-Hersteller Motorola. Auf den weiteren Plätzen lagen Samsung (9,8 %), Siemens (8,2 %) und Sony Ericsson (5,5 %). Neben dem Marktführer aus Finnland zeigt vor allem Siemens Mobile auf der Cebit eine breite Handy-Palette für verschiedene Nutzerbedürfnisse. Die wichtigsten auf der Cebit gezeigten Handys sind die Modelle A55, SX1, SL55 und M55.

Mit dem kleinen A55 wollen die Münchener ein Handy für den anspruchsvollen Einsteiger bieten. Das SX1 ist das Multimedia-Gerät. Für diese Klasse ist eine integrierte Kamera immer dabei. Die Tasten rund um den Bildschirm angeordnet. Das SL55 ist als elegantes Business-Handy konzipiert. Die Tastatur verbirgt sich hinter einer Abdeckung, die zurückgeschoben wird. Aber bereits im geschlossenen Zustand lassen sich viele Funktionen durch die Navigations- und Funktionstasten unterhalb des Bildschirms nutzen. Die Siemens-Kollektion "Xelibri" soll vor allem durch extravagantes Design neue Käufergruppen ansprechen. In Kaufhäusern und Modegeschäften vertrieben schickt Siemens zweimal jährlich eine neue Kollektion auf den Markt.

Der US-Hersteller Motorola macht sich für UMTS-Handys (Universal Mobile Telecommunications Standard) stark. Während andere Hersteller gerade ihr erstes UMTS-Mobiltelefon präsentieren, gibt es bei Motorola mit dem Modell A835 bereits ein Gerät der zweiten Generation zu sehen. Eine integrierte Kamera, das Versenden von Video-MMS oder ein MP3-Player sind Funktionen, die ein Unterhaltungstelefon der Zukunft braucht. Daneben zeigt Motorola als erster Hersteller ein Quadband-Handy, das in vier Netzen funken kann.

Das japanisch-schwedische Gemeinschaftsunternehmen Sony Ericsson präsentiert in Hannover sein erstes Handy für UMTS-Netze. Der Clou: Das Z1010 hat gleich zwei Kameras.

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