Mobiler Arbeitsplatz
Laptop wird mit dem Firmennetz verknüpft

Der anhaltende Erfolg der Taschencomputer und Organizer zeigt, dass die mobile Datenverarbeitung einen festen Platz im Geschäftsleben erobert hat. Damit Geschäftsreisende auch immer und überall mit ihren Minirechnern auf Dokumente des Firmenarchivs zugreifen können, haben Forscher am Fraunhofer für Software- und Systemtechnik-Institut (ISST) eine neue Technologie entwickelt.

HB DÜSSELDORF. Internet-Inside-Technologie nennen die Berliner Forscher das Konzept, das den mobilen Zugriff ermöglichen soll. Die Programme und Daten werden dabei nur teilweise im Gerät gespeichert. Wenn der mobile Rechner Informationen lokal nicht findet, nimmt er drahtlos Verbindung mit den Firmenservern auf.

Die Informationen werden dann geladen und lokal vorgehalten. Änderungen werden auf dem gleichen Weg an die Zentrale zurückgemeldet. Dabei sichern verschlüsselte Übertragung und Zugangssicherung Gerät und Datenverkehr vor unbefugtem Zugriff. Die Bedienung erfolgt über einen speziellen Browser, der durch Programmteile, so genannte Plug-Ins erweitert wird. Im mobilen Gerät kommt als Betriebssystem eine angepasste Linux-Variante zum Einsatz.

Ob und wie schnell aus den Forschungsergebnissen Produkte werden, hängt von einigen Faktoren ab. Die verbreitetsten Organizer setzen als Betriebssystem PalmOS oder Windows CE ein. Die Handyhersteller setzen auf Epocs von Symbian. Linux wird bei mobilen Rechnern derzeit nur selten zu finden sein. Die Berliner Forscher betonen zwar, dass Entwicklungen auf der "Internet-Inside"-Plattform leicht zu realisieren sind. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Entwickler von Anwendungen auf den Zug aufspringen, oder ob das Konzept - wie viele gute Ideen - von der Marktmacht kommerzieller Anbieter weggefegt wird.

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