Mobilfunk
Briten verschieben UMTS-Test

Als Grund für die Verschiebung gaben British Telecom und der Netzausrüster Siemens unter anderem Softwareprobleme bei der Abstimmung zwischen dem Mobilfunknetz und den von dem japanischen Elektronikkonzern NEC Corp. hergestellten Handys an

and/slo LONDON/DÜSSELDORF. Erneuter Rückschlag für die Einführung des Mobilfunkstandards UMTS: Nach Verzögerungen in Japan und Spanien kündigte nun British Telecom Plc (BT) an, die Einführung eines UMTS-Mobilfunknetzes auf der britischen Insel Isle of Man um drei Monate zu verschieben. Ursprünglich wollte der Telekomkonzern sein Testnetz, das unter anderem einen mobilen Hochgeschwindigkeitszugang zum Internet bietet, Ende Mai in den kommerziellen Betrieb nehmen. Als Grund für die Verschiebung gaben BT und der Netzausrüster Siemens unter anderem Softwareprobleme bei der Abstimmung zwischen dem Mobilfunknetz und den von dem japanischen Elektronikkonzern NEC Corp. hergestellten Handys an.

Erst Ende April hatte der japanische Mobilfunkanbieter NTT Docomo den Start seines UMTS-Projekts von Mai auf Oktober verschoben. Und auch die spanische Regierung machte einen Rückzieher: Die dortigen Lizenznehmer wurden von der Pflicht entbunden, noch in diesem Jahr mit UMTS zu starten.

Experten sind über den neuerlichen Rückzug in Sachen UMTS nicht verwundert: "Termine, die nicht eingehalten werden können, sind Teil der Mobilfunkindustrie", sagt Lars Godell, Telekomanalyst bei Forrester Research. Die Ankündigungen von BT sowie NTT Docomo seien zu ambitioniert gewesen, denn die UMTS-Technik sei noch nicht ausgereift. Fachleute rechnen damit, dass frühestens im Jahr 2004 mit der neuen Handygeneration telefoniert werden kann. Auch deutsche Lizenznehmer wie die Telekom-Tochter T-Mobil gehen davon aus, dass die UMTS-Netze den Unternehmen erst 2004 nennenswerte Umsätze einbringen werden.

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