Mobilfunk
In letzter Minute neuer Interessent für UMTS-Lizenzen in Italien

dpa MAILAND. Buchstäblich in letzter Minute hat sich am Mittwoch ein siebter Interessent für eine italienische Mobilfunklizenz im neuen UMTS-Standard eingefunden. Das Konsortium TU Mobile, das noch um internationale Partner wirbt, kündigte sein Interesse an.

Die Bewerbungsfrist läuft an diesem Donnerstag mittags ab. Um die fünf Lizenzen wollen sich dem Vernehmen nach zudem die vier Mobilfunkbetreiber TIM (Telecom Italia), Omnitel Pronto Italia (Vodafone AirTouch), Wind (France Télécom) und Blu (British Telecom) sowie zwei Konsortien um die spanische Telefónica, die finnische Sonera und FIAT bewerben. Unklar ist das Verhalten der Deutschen Telekom nach ihrem Ausstieg aus Wind und dem Scheitern eines Einstiegs beim Anbieter Andala.

Branchenexperten schätzen die Gesamtkosten für die italienischen UMTS-Lizenzen auf 6 000 Mrd. Lire (sechs Mrd. DM). Das ist wesentlich weniger als in Deutschland (knapp 100 Mrd. DM) oder Großbritannien (75 Mrd. DM). Welche Preise bei der Versteigerung im Oktober tatsächlich erreicht werden, ist offen. Zusätzlich zu den Lizenzkosten rechnet Omnitel-Chef Vittorio Calao mit Investitionen bis 9 000 Mrd. Lire. Bis zum 2. September will die Regierung entscheiden, wer zur Versteigerung zugelassen wird.

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