Mobilfunk-Poker
Banken stellen Telekom Zwölf-Milliarden-Euro-Kredit zur Verfügung

Eine Gruppe von sechs internationalen Banken hat der Deutschen Telekom einen kurzfristigen Kredit von zwölf Milliarden Euro (knapp 23,5 Milliarden Mark) gewährt.

afp/dpa BONN. Das Geld sei nicht für die UMTS-Mobilfunklizenz in Deutschland gedacht, betonte ein Telekom-Sprecher am Mittwochabend in Bonn. Angaben zur möglichen Verwendung des Geldes machte er zunächst nicht. Die Kreditlinie sei zudem bislang nicht genutzt worden, es handele sich lediglich um eine "Reserve, die uns zur Verfügung gestellt worden ist". Damit könne das Unternehmen kurzfristige Liquidität überbrücken. Wenn das Geld in Anspruch genommen werde, dann indes lediglich "für ein paar Monate".

Die Kreditlinie stammt nach Angaben des Telekom-Sprechers von der niederländischen Bank ABN Amro, des US-Instituten Chase Manhattan und Citibank, Deutscher Bank, Dresdner Bank und der britischen HSBC. Die in der vergangenen Woche in Mainz ersteigerte UMTS-Lizenz für den deutschen Mobilfunkmarkt werde das Unternehmen indes "mit unseren eigenen Mitteln bezahlen".

Erst im Juni hatte die Telekom mit einer Großanleihe von 14,6 Milliarden Dollar (fast 32 Milliarden Mark/16,3 Milliarden Euro) neue Maßstäbe in der Wirtschaftsgeschichte gesetzt: Dies war die größte Industrieanleihe, die jemals an den internationalen Kapitalmärkten begeben wurde.

Die Telekom hat unterdessen den Kampf um eine UMTS- Lizenz im lukrativen italienischen Mobilfunkmarkt noch nicht aufgegeben. Nach Informationen der italienischen Nachrichtenagentur ANSA verhandelt die Telekom mit der TU Tlc Utilities über eine Beteiligung an der UMTS-Bietergemeinschaft TU Mobile.

Erst am Mittwochabend war TU Mobile als siebter Interessent für eine italienische UMTS-Lizenz in Erscheinung getreten. Das Konsortium verhandelt laut ANSA nicht nur mit der Telekom, sondern auch mit der niederländischen KPN, der kanadische TIW und der australischen Onetel um eine Beteiligung. Die Bewerbungsfrist für die UMTS-Lizenz läuft an diesem Donnerstag um 12.00 Uhr ab. Allerdings können die Bewerber danach noch Partner in ihre Konsortien aufnehmen.

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