Mobilfunk
Quam stellt Verkauf aus Protest vorläufig ein

Der jüngste deutsche Mobilfunkanbieter Quam hat nach eigenen Angaben vorübergehend den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen gestoppt. Diese Entscheidung sei ein Ausdruck des Protestes dagegen, dass die Marktführer T-Mobil (T-D1) und D2 Vodafone weiterhin keine Gespräche in das Quam-Netz durchstellten, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Analyse: Quam wird es schwer haben

Reuters MÜNCHEN. Quam bietet seine Dienste seit Mitte November an und nutzt dazu die Infrastruktur von E-Plus. "Wir werden erst wieder verkaufen, wenn sich die Situation geändert hat", erklärte Quam-Chef Ernst Folgmann.

Die beiden D-Netz-Betreiber hatten erklärt, erst Anfang 2002 ihr Netz für Anrufe zu Quam zu öffnen. Die Anrufe müssen derzeit umständlich über eine Vermittlung geschaltet werden. In anderen Ländern Europas sei eine Anbindung binnen zwei Tagen möglich, so Quam. Der Neueinsteiger warf D1 und D2 eine Verzögerungstaktik vor, um ihm das Weihnachtsgeschäft zu erschweren. Seine kürzlich eröffneten zwölf Läden in deutschen Großstädten will Quam nach eigenen Angaben zur Information der Kunden geöffnet halten.

Quam war aus dem Konsortium Group 3G der spanischen Telefonica und der finnischen Sonera hervor gegangen, das im August 2000 eine deutsche UMTS-Lizenz erworben hatte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%