Mobilfunk
T-Day für die Nachbarn

Die Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom handeln bald alle unter dem T-Mobil-Label. Besseres Angebot im internationalen Geschäft.

 

Reuters WIEN. Die in Österreich gut eingeführte und von ihren Kunden meist geliebte Marke "max.mobil" ist Geschichte: am heutigen T-Day wurden gleichzeitig in Östereich, Tschechien und Großbritannien die lokalen Mobilfunktöchter der Deutschen Telekom mit 16 Millionen Kunden zur internationalen Marke T-Mobile.

Den österreichischen Kunden - bereits verwöhnt durch im europäischen Vergleich eher niedrige Mobilfunktarife - soll die Umbenennung durch günstigere Roaming-Tarife in 22 Ländern schmackhaft gemacht werden und Neukunden werden mit Gesprächsgutschriften angelockt.

max.mobil - Mitte der 90-er Jahre gegründet - war der zweite Mobilfunkanbieter in Österreich, der ab 1996, dem Beginn der Marktliberalisierung im Mobilfunk, dem Monopolisten Telekom Austria AG Kunden abjagte. max.mobil war rasch zu einer der bekanntesten Marken geworden und vor allem bei der jüngeren Generation sehr beliebt und bekannt.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass wir durch die Markenmigration keine Kunden verlieren werden", zeigte sich T Austria-Vorstandsvorsitzender-Mobile Georg Pölzl überzeugt. T Austria-Mobile hatte laut Pölzl per Ende 2001 rund 2,1 Millionen Kunden und einen Marktanteil - gemessen an den SIM-Karten - von 34 Prozent. Der umsatzmäßige Marktanteil liege darunter, hieß es ohne genauere Angaben.

2002 werde kein so stürmisches Wachstumsjahr wie das letzte, so Pölzl. T Austria-Mobile erwarte ein moderates Wachstum und wolle vor allem im ertragsstärkeren Businesskundensegment zulegen. der Anteil der Businesskunden liege dezeit zwischen 20 und 25 Prozent. Die Mobilkom Austria, der Marktführer in der Mobiltelefonie, reklamiert einen 69 Prozent-Anteil bei den Geschäftskunden für sich.

"Wir wollen umsatzstarke Kunden vom Wettbewerb abholen", so Pölzl, der 2002 einen Zuwachs im Business-Segment um 20 bis 30 Prozent für möglich hält. Die Marke T-Mobile, die es ja bisher noch nicht gegeben habe, müsse erst mit Leben erfüllt werden. Das Motto für die Kunden soll dabei "Get more" lauten. Die Ära der bloßen lokalen Netzbetreiber sei abgeschlossen, man trete nun in die Ära des globalen Mobilfunks ein, sagte Deutsche Telekom- und T International-Vorstand-Mobile Kai Ricke.

"Wir verändern mit den heutigen Tag den Mobilfunkmarkt in Österreich", meinte Pölzl, "wir positionieren uns als Teil des internationalen Players mit Angeboten, die nur ein globaler Player haben kann." Die Markenumstellung - Ende 2002 soll auch die amerikanische Voicestream auf T-Mobile umfirmieren - kostet 300 Millionen Euro, in Österreich rund 20 Millionen Euro zusätzlich zum üblichen Marketing-Budget der T Austria. -Mobile

Am heutigen T-Day ist T-Mobile so auch fast unübersehbar - eine dicke farbige Beilage in Österreichs auflagenstärkster Zeitung und eine T-Mobile-Magenta - also irgendwie rosa halt - eingefärbte Wirtschaftszeitung sorgen ebenso dafür wie eine große Party in Wiens Innenstadt.

Für Fussballfreunde heißt die max-Bundesliga nun T-Mobile-Bundesliga. Auf die neue Technologie UMTS werden die Kunden aber noch etwas warten müssen. Die Einführung von UMTS für T Austria-Kunden-Mobile richte sich nach der Verfügbarkeit der Technologie, sagte Pölzl. Ricke erwartet "irgendwann 2003" die drei Voraussetzungen dafür: sowohl UMTS- als auch GPRS-fähige Endgeräte, Content und funktionierende Netztechnik. "Dann werden wir vorsichtig aber bestimmt ins Angebot gehen", so Ricke. Mit dem UMTS-Ausbau sei man "mit großen Anstrengungen voll im Plan".

Für den T-Mobile-Börsengang sehe er "das nächste Zeitfenster im November", sagte Ricke, "unser Vorgehen ist aber klar abhängig von den Marktkonditionen". Sollten diese nicht passen, gebe es 2002 auch keinen Börsegang.

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