Mobilfunker hält 20 Prozent
Apax kauft Direktvertrieb von Ericsson

HB/Reuters STOCKHOLM/LONDON. Der schwedische Mobilfunk- und Netzwerkhersteller Ericsson trennt sich für 528 Mill. Euro von seiner Sparte Direktvertrieb und Firmenkunden-Service, die an die britische Risikokapitalgesellschaft Apax Partners & Co. geht. An dem Unternehmen mit rund 2 400 Angestellten in 18 Ländern, das künftig "Enterprise Solutions" heißen soll, will Ericsson eigenen Angaben zufolge einen Anteil von 20 % behalten. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Kartellbehörden und soll voraussichtlich im April 2001 abgeschlossen sein.

Zielsetzung der Kooperation ist es nach Angaben beider Partner, weltweiter Marktführer bei der Integration von Sprach-, Daten- und mobiler Kommunikation sowie entsprechenden Dienstleistungen zu werden. David Fitzgerald, Direktor bei Apax Partners, sagte: "Wir bauen auf Ericssons klare Marktführerschaft bei mobilen Lösungen und sind davon überzeugt, dass das neue Unternehmen rasch in die Rolle eines weltweit führenden Lösungsanbieters für integrierte Netzwerke wächst. Ericsson bringt in diese Partnerschaft nicht nur eine starke globale Marke, sondern auch eine loyale Kundenbasis und eine weltweite Vertriebsorganisation in einem schnell wachsenden Markt ein."

Das neue Unternehmen soll zu Ericssons wichtigstem und modernsten indirekten Vertriebskanal ausgebaut werden. Enterprise Solutions soll vor allem Kunden im mittleren und oberen Marktsegment mit innovativen Systemen und integrierten Netzwerken bedienen. Enterprise Solutions hat Standorte in Australien, Brasilien, Deutschland, Italien und Großbritannien sowie Niederlassungen in rund einem Dutzend weiterer Länder.

Apax Partners & Co. ist eine international tätige Fondsgesellschaft mit einem Anlagevolumen von insgesamt 12 Mrd. Euro. Zuletzt übernahm Apax die Bundesdruckerei für 2 Mrd. DM. Zudem ist Apax an weiteren deutschen Unternehmen beteiligt, darunter die privatisierte Autobahn-Servicegesellschaft Tank & Rast. Zu den Investitionen zählen die britische Softwarefirma Autonomy Corporation und die am Frankfurter Neuen Markt notierte Dialog Semiconductors.

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