Mobilfunkmarkt
Handys im Armenhaus

Boom ohne Ende. Eine halbe Milliarde Handys werden dieses Jahr weltweit verkauft werden.

Damit käme theoretisch auf fast jeden jeden zweiten Einwohner Chinas ein neues Mobiltelefon. Und dabei ist das Boomland China schon gar nicht mehr der Wachstumsmotor Nummer Eins in einem herausragenden dritten Quartal gewesen, in dem laut Gartner Group der Handyabsatz um satte 22 % auf fast 133 Mill. Stück weltweit angezogen hat. Ein "phänomenales" Wachstum in Indien hat Asien/Pazifik an die Spitze katapultiert.

Moment mal - Indien? War da nicht was mit Armut und Entwicklungshilfe? Stimmt. Und das ist auch immer noch so. Aber das hemmt nicht den Drang zum Handy.

Zum Glück. Denn Missgunst ist fehl am Platze. Was bei uns als Luxusgut angefangen hat und von vielen lange Nase rümpfend als Yuppie-Spielzeug verachtet wurde, kann ein entscheidender Wirtschaftsfaktor für Länder wie Indien, Thailand oder China werden, die nur über rudimentäre Festnetze verfügen.

Auch in den heutigen Industrieländern war es neben der Verkehrs- die Kommunikationsinfrastruktur, die Industrialisierung und Wohlstand wesentlich beschleunigt haben. Nur muss man heute keine Kabel mehr in der Erde verbuddeln.

Hoffentlich werden die Analysten bald auch einmal davon berichten, dass es einen afrikanischen Mobilfunk-Boom gibt.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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