Mobilfunkmarkt im Osten attraktiv
Telekom bleibt in Russland aktiv

Die Deutsche Telekom hat Presseberichte über einen möglichen Ausstieg aus dem russischen Mobilfunkgeschäft als Spekulation zurückgewiesen. Ein Sprecher von T-Mobile wies am Dienstag in Bonn darauf hin, dass alle Aktivitäten des Unternehmens wie von Vorstandschef Helmut Sihler angekündigt, auf dem Prüfstand stünden.

HB BONN. Hierzu gehöre auch die Beteiligung von 36 % an dem russischen Marktführer MTS. Aus Telekom-Kreisen verlautete, dass ein Verkauf der MTS-Anteile nicht zur Debatte stehe.

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe) soll die Telekom aber konkrete Schritte unternommen haben, um ihren Anteil zu verringern oder ganz zu verkaufen. Die Vorbereitungen seien im vollen Gang, wurde ein Investmentbanker in Moskau zitiert.

Ein Ausstieg der Telekom würde ein gesundes Unternehmen zerreißen, dass im gesamten Gebiet der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten sein Geschäft ausweiten will, hieß es weiter. Der Mobilfunk gilt in Russland als Wachstumsmarkt. Erst 9 % der 143 Mill. Russen telefonieren derzeit mit einem Handy.

Bei einem rapiden Kundenwachstum hat MTS in Osteuropa inzwischen mit 4,4 Mill. Kunden (Ende Juni 2002) die polnische Mobilfunkgruppe PTC vom Spitzenplatz verdrängt. Auch an PTC ist die Telekom beteiligt, und zwar mit einem Anteil von 49 %. Der Bonner Konzern möchte diese Beteiligung auf eine Mehrheitsposition bringen und soll derzeit Gespräche über eine Aufstockung führen.

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