Mobilfunknetz bricht unter Ansturm auf Karten zusammen
Lähmende Fußballkraft

"Hallo, hallo?" - Wer heute Nachmittag Ortszeit in Japan per Handy telefonieren wollte, hatte so seine Probleme.

Anderthalb Stunden war das Mobilfunknetz hoffnungslos überlastet - und wieder einmal war König Fußball Schuld. Das entscheidende Spiel der Japaner mobilisierte die Massen im Mobilfunknetz: 750 Tickets für die Partie waren noch über das Telefon zu haben. Innerhalb von 14 Minuten waren sie ausverkauft - Mehr als eine Million hoffende Japaner riefen aber noch mehr als eine Stunde lang über ihr Handy bei der Hotline an. Schon vergangenen Freitag vor dem Spiel Japan gegen Russland war kein Durchkommen mehr.

Soll noch einmal jemand sagen, Japan sei nicht angesteckt vom sagenumwobenen Fußballfieber. Selbst die japanischen Börsianer hatten bereits heute in blaue Nationaltrikots gehüllt, um sich auf das morgige Spiel der Japaner gegen Tunesien einzustimmen.

Doch Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps: Auf Bitten des größten Mobilfunkbetreibers NTT Docomo werden jetzt die Tickets für die zweite Runde erst ab 16 Uhr verkauft - damit König Fußball Japans Geschäftsleben nicht völlig zum Erliegen bringt.

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