Mobilfunksparte soll ab der zweiten Jahreshälft wieder Gewinne machen
Mit 30 000 Mitarbeitern weniger will Motorola Profitabilität erreichen

Der Halbleiterhersteller und Telekommunikationsausrüster Motorola Inc. will bis zum Jahresende etwa 30 000 Stellen streichen. Schon im dritten Quartal soll sich die Ertragssituation des Unternehmens verbessern. Durch den Stellabbau sollen Kosten in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar gespart werden.

rtr/afx CHICAGO/NEW YORK. Motorola teilte am Donnerstag in Chicago mit, im dritten Quartal erwarte man zwar noch einen Verlust, jedoch sei bereits mit einer Verbesserung des Umsatzes um fünf Prozent gegenüber dem zweiten Quartal zu rechnen. Im zweiten Quartal hatte Motorola einen um 19 % geringeren Umsatz verbucht. Die Gewinnzone will Motorola im vierten Quartal wieder erreichen. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem ausgeglichenen Ergebnis im dritten Quartal und einem Gewinn von elf Cents je Aktie im vierten Quartal gerechnet. Die Mobilfunksparte des Konzerns soll der Unternehmensprognose zufolge in der zweiten Jahreshälfte 2001 wieder profitabel arbeiten. Für das kommenden Jahr erwartet Motorola auch eine deutliche Belebung der Halbleiter-Umsätze um 15 bis 20 %. Um diesen Prozentbetrag werde der Sparten-Umsatz im laufenden Jahre fallen, hieß es.

Nach Angaben von Hauptgeschäftsführer (COO) Bob Growney seien die Lagerbestände im zweiten Quartal fast auf Normalniveau geschmolzen und sollen im dritten Quartal trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes weiter abgebaut werden.

Am Mittwoch hatte das Unternehmen für die Monate April bis Juni einen Verlust von 11 US-Cent pro Aktie bekannt gegeben und damit die Schätzungen der Analysten leicht überboten. Die Marktexperten waren davon ausgegangen, dass Motorola im zweiten Quartal einen Verlust von 12 US-Cent pro Aktie erwirtschaftet hat. Noch im Vorjahreszeitraum hatte der Netzwerkausrüster und Handyhersteller einen Gewinn pro Anteilsschein von 25 US-Cent erzielt.

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