Mobiltelefon-Trends
Qual der Wahl

Wer sich dieser Tage ein Mobiltelefon zulegen will, steht vor der Qual der Wahl: Hersteller und Mobilfunkbetreiber bieten eine reiche Palette von Geräten, mit denen man Schneemenschen fotografieren oder die Bilder von der aktuellen Happy Hour in Sekundenschnelle um den Globus schicken kann.

DÜSSELDORF. Kein Mangel herrscht an Geräten, deren Design absolut "trendy" ist, die die Aufmerksamkeit ihres Besitzers mit originellen, mehrstimmigen Klingeltönen erheischen oder eine reiche Auswahl an Spielen für unterwegs bieten.

Plant man dagegen, sein Handy professionell - also zur Steigerung der persönlichen Effizienz - zu nutzen, wird man keinen gesteigerten Wert auf diese zweifellos amüsanten Features legen und vielmehr nach einem Gerät suchen, das mit Dual- oder Triband-Technologie ein Maximum an Mobilität ermöglicht, das mit Bluetooth die problemlose Verbindung zum Notebook sicher stellt und mit GPRS oder HSCSD den raschen Datenaustausch mit den IT-Lösungen im Unternehmen garantiert.

Auch solche Ansprüche treffen auf ein - wenn auch schmaleres - Angebot. Will man schließlich die versprochene Funktionalität auch praktisch nutzen, ist man auf sich selbst gestellt: Das Notebook muss für die Bluetooth-Kommunikation erst nachgerüstet werden, der mobile Datenaustausch über GPRS oder HSCSD erfordert umständliche Protokoll-Einstellungen und die Anpassung der IT-Lösungen im Unternehmen auf mobilen Zugriff von außen stellt auch Fachleute vor echte Herausforderungen.

Mobilfunkanbieter und Endgeräte-Hersteller haben sich in der Vergangenheit auf einen Wettbewerb eingelassen, der nicht nur die gesamte Branche unter Druck setzt, sondern auch die Bedürfnisse professioneller Anwender außen vor lässt: Differenzierung über den Preis und über sogenannte "Fun-Features" lassen wenig Raum zur Entwicklung einheitlicher und benutzerfreundlicher Kommunikationslösungen für professionelle Ansprüche.

Damit stellt sich die Frage, wer das Vakuum im margenträchtigen Marktsegment der professionellen Anwender ausfüllen wird: Können die Mobilfunkanbieter noch gegensteuern - etwa im Rahmen kollaborativer Geschäftsmodelle - oder wird die Nische von branchenfremden Unternehmen - beispielsweise aus der Computerindustrie - besetzt?

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