Mobiltelefone werden mit unverlangten Botschaften zugemüllt
NTT Docomo wehrt sich gegen Werbe-Mails auf dem Handy

Das japanische Telekommunikationsunternehmen NTT Docomo, Anbieter des populären I-Mode-Dienstes, will seine Nutzer besser vor Werbebotschaften auf dem Mobiltelefon schützen.

jgo DÜSSELDORF. Wie das Unternehmen heute in Tokio mitteilte, haben sich in den vergangenen Monaten immer mehr Nutzer über unverlangt auf das Display geschickte Mails beschwert. Besonders stark zugenommen haben den Angaben zufolge Werbenachrichten, die Dating-Dienste propagieren. Aus diesem Grund will NTT Docomo in Broschüren und Anzeigen darauf aufmerksam machen, wie die Kunden die Wahrscheinlichkeit reduzieren können, mit unliebsamen Botschaften behelligt zu werden. So sollten die Nutzer möglichst nicht ihre Telefon-Nummer als Benutzername verwenden, rät NTT Docomo.

Da der Missbrauch so stark zugenommen hat, wird sogar erwogen, den Benutzernamen in Zukunft grundsätzlich durch eine anonymisierende Buchstaben-Zahlen-Kombination zu ersetzen. Außerdem können die Abonnenten in Zukunft bis zu 10 Absender von einer weiteren Belieferung ausschließen. Bislang konnten nur 5 Adressen geblockt werden.

I-Mode gilt in Europa als Musterbeispiel dafür, wie Internet-Dienste in das Telekom-Netz übertragen werden können. Als einer der Erfolgsgründe wird das Tarifsystem angesehen: I-Mode stellt den Kunden nicht die online verbrachte Zeit in Rechnung, sondern der Dienst finanziert sich gemäß der Datenpakete, die übertragen werden. In Japan hatte der Dienst am 20. Mail 23,6 Millionen Abonnenten.

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