Modell soll entbürokratisiert werden
"Riester-Rente zu kompliziert"

Nach Einschätzung der Versicherungsgruppe Volksfürsorge (Vofü) ist die staatlich geförderte Riester-Rente für die meisten Kunden praktisch nicht zu handhaben. Die Mehrzahl der Anträge sei falsch oder unvollständig ausgefüllt.

HB HAMBURG. Nur 46 Prozent ihrer Riester-Kunden hätten zum Jahresende einen Antrag auf Zulage gestellt, teilte der Vorstandsvorsitzende Joachim Lemppenau am Donnerstag in Hamburg mit. Von diesen 46 Prozent waren 84 Prozent falsch oder unvollständig ausgefüllt. "Es ist alles noch viel schlimmer als befürchtet", sagte Lemppenau. "Die Gestaltung der Zulagenanträge ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es nicht machen darf."

Die Riester-Rente müsse dringend entbürokratisiert werden, sagte der Vofü-Chef. "Hoffentlich lernt der Gesetzgeber daraus und orientiert sich bei künftigen Regelungen stärker an Kundenbedürfnissen." Was bislang aus Berlin zu geplanten Änderungen zu hören sei, reiche nicht aus.

Die Vofü-Gruppe, die zum italienischen Generali-Konzern gehört, hat im vergangenen Jahr 70 000 Riester-Versicherungen verkauft, das sind fast 20 Prozent mehr als im Jahr davor. "Damit sind wir der Einäugige unter Blinden", sagte Lemppenau. Branchenweit sei der Verkauf von Riester-Produkten um 80 Prozent zurückgegangen. Insgesamt sei die Entwicklung enttäuschend, auch wenn der Grundgedanke der Riester-Rente richtig und gut sei.

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