Modell unterhalb des Polo
VW plant Kleinwagen für China

Volkswagen will seine zuletzt schrumpfende Marktstellung in China durch den Bau eines besonders günstigen Kleinwagens wieder ausbauen.

Reuters TOKIO. Vertriebsvorstand Robert Büchelhofer sagte der Nachrichtenagentur Reuters "Wir haben uns entschieden. Wir werden einen Kleinwagen auf den chinesischen Markt bringen."

Europas größter Automobilkonzern reagiert damit auf den Boom im Kleinwagensegment im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Der Marktanteil des Wolfsburger Konzerns in China war zuletzt wegen des steigenden Absatzes von so genannten Billig-Modellen konkurrierender Hersteller unter 50 Prozent gesunken.

"Wir werden uns anstrengen, um unseren Marktanteil wieder auf 50 Prozent zu steigern", sagte Büchelhofer. Zahlreiche Autohersteller hatten zuletzt mit drastischen Preissenkungen auf eine Importwelle in dem Land reagiert. Zu dem Importschub war es gekommen, nachdem China im Rahmen seines Betritts zur Welthandelsorganisation (WTO) seine Importzölle reduzierte.

Volkswagen hatte daraufhin zunächst erklärt, man wolle sich nicht an einem Preiskrieg auf dem chinesischen Markt beteiligen. Die Volkswagen-Konkurrenten bieten in China Autos teilweise zu Preisen unterhalb von 14.000 Euro an. Das bislang kleinste in Asien verkaufte Modell von Volkswagen ist der Polo, der aber deutlich teurer ist. Als kleinere Alternative käme der VW-Lupo in Frage.

Einem Volkswagen-Sprecher zufolge kommt eine Reihe von Modellen für den chinesischen Markt in Frage. Demnach könnte ein existierendes Modell modifiziert und als so genannte Einstiegsvariante angeboten werden. Vertriebsvorstand Büchelhofer wollte den Namen des geplanten Kleinwagenmodells nicht nennen. Er sagte lediglich, das Auto solle in einer bestehenden Fabrik in China gebaut werden.

Der chinesische Automobilmarkt gilt für die nächsten Jahre dank wachsender Einkommen und seiner großen Bevölkerungszahl als besonders vielversprechend. Büchelhofer sagte, er erwarte einen Anstieg des Volumens innerhalb von fünf Jahren auf 1,2 bis 1,5 Millionen Fahrzeugen von derzeit 700 000 Fahrzeugen. 15 Prozent davon dürften nach China importiert werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%