"Moderatorinnen werden öfter nachhaken"
TV-Duell: Mehr Augenkontakt gewünscht

Amtsinhaber Schröder und Herausforderer Stoiber sollen sich direkt anschauen. So werde die Debatte lebhafter, meint ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender.

dpa MAINZ. Beim zweiten Fernsehduell zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und seinem Herausforderer Edmund Stoiber (CSU) soll es mehr Augenkontakt zwischen beiden Politikern und damit eine lebhaftere Debatte geben. Das kündigte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender in Mainz an. "Wir haben den beiden Teams geraten, dass sie ihre Schützlinge in dieser Weise animieren."

Am Studioaufbau werde jedoch nichts geändert. "Die Pulte bleiben so stehen. Es ist einfacher, wenn die beiden sich zueinander drehen. Das ist keine Berserker-Arbeit, aber sie müssen es wollen", sagte Brender.

Der ZDF-Chefredakteur geht für Sonntag wieder von fast 15 Mill. Zuschauern aus. Beim ersten Aufeinandertreffen von Schröder und Stoiber am 25. August hatten RTL und SAT.1 rund 14,8 Mill. Zuschauer erreicht. "Jetzt kommt das Finale. Die Leute wollen wissen: Wer ist der Beste? Das ist eine Endspielstimmung", sagte er.

Brender unterstrich, dass die Moderatorinnen Sabine Christiansen (ARD) und Maybrit Illner (ZDF) öfter als beim ersten Duell nachhaken sollen. "Sie werden aus der Situation heraus nachfragen, weniger am Blatt hängen und mehr auf das eingehen, was der Kanzler oder der Kandidat sagen." Die Regeln böten genügend Spielraum für eine spannende und lebendige Debatte. "Der psychische Druck der Premiere ist vorbei."

Nach Einschätzung Brenders wird das Duell für die Wahl nicht entscheidend sein, wenn keiner einen dicken Fehler macht. "Aber es macht den Wahlkampf spannender. Dadurch wird das Wahlengagement - also zur Urne zu gehen - verstärkt."

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