Modernisierung der spanischen Infrastruktur
Siemens erhält Bahn-Auftrag aus Spanien

Die spanische staatliche Eisenbahngesellschaft RENFE vergibt einen Auftrag über insgesamt 740,4 Mill. ? für den Bau einer Hochgeschwindigkeitsbahn an die Siemens AG und an den spanischen Bahnhersteller Talgo.

rtr MADRID. Das teilte RENFE am Samstag in Madrid mit. Talgo werde von dem Berliner Verkehrstechnik-Unternehmen Adtranz unterstützt.

Spanien baut derzeit bereits eine neue Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Madrid und Barcelona, die die Reisezeit zwischen den zwei größten Städten des Landes auf zweieinhalb von sechs Stunden reduzieren soll. Ein RENFE-Sprecher sagte, dass beide Bieter jeweils 16 Züge bauen sollen. Die Züge sollen mit einer Geschwindigkeit von 350 Kilometer pro Stunde fahren, womit sie zu den schnellsten in der Welt gehören. Siemens teilte in einer Erklärung in Spanien mit, dass der Konzern rund ein Drittel der neuen Züge in seiner Produktionsanlage in der Nähe von Barcelona fertigen wolle.

Der französische Konkurrent Alstom hatte ebenfalls für den Auftrag geboten, wurde aber bei der Vergabe nicht berücksichtigt. Alstom fertigt den "TGV"-Hochgeschwindigkeitszug.

Das Projekt sei Teil eines ehrgeizigen Programms zur Modernisierung der spanischen Infrastruktur, mit der die Regierung das Land auf das Niveau der Europäischen Union bringen wolle, teilte RENFE weiter mit. Bis zum Jahre 2007 wolle Spanien ein Streckennetz für Hochgeschwindigkeitszüge von insgesamt 7 200 Kilometern errichten.

Die Adtranz gehört derzeit noch zum Daimler-Chrysler-Konzern. Ihre vereinbarte Übernahme durch den kanadischen Bombardier-Konzern ist seit Monaten bei den EU-Kartellwächtern anhängig.

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