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«Modulation und Patina»: Experimentelle Lackkunst in Münster

Münster/Wuppertal (dpa) - Ein wichtiger Beitrag der Klassischen Moderne zur Lackkunst ist erstmals öffentlich in Münster zu sehen. Das Museum für Lackkunst zeigt eine Auswahl aus 100 erhaltenen Bildtafeln des Projekts «Modulation und Patina», das die Maler Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause als künstlerische Experimente mit Industrie-Lack seit Anfang der 40er Jahre schufen. Rund 120 Werke des Künstlertrios waren bei einem Bombenangriff auf Wuppertal im Oktober 1943 vernichtet worden.

Münster/Wuppertal (dpa) - Ein wichtiger Beitrag der Klassischen Moderne zur Lackkunst ist erstmals öffentlich in Münster zu sehen. Das Museum für Lackkunst zeigt eine Auswahl aus 100 erhaltenen Bildtafeln des Projekts «Modulation und Patina», das die Maler Willi Baumeister, Oskar Schlemmer und Franz Krause als künstlerische Experimente mit Industrie-Lack seit Anfang der 40er Jahre schufen. Rund 120 Werke des Künstlertrios waren bei einem Bombenangriff auf Wuppertal im Oktober 1943 vernichtet worden.

Die Kunstwerke, durchweg Zeugnisse großer Experimentierfreude der drei abstrakten Maler, stammen aus dem Nachlass des Wuppertaler Lackfabrikanten und Sammlers Kurt Herberts. Er gab den drei vom NS-Regime mit Lehr- und Berufsverbot belegten verfemten Künstlern die Möglichkeit, mit Industrielacken moderne Maltechniken zu versuchen.

Unter dem Stichwort «Modulation» erprobte die Wuppertaler Künstlergruppe die Verwendung von Lack in Verbindung mit anderen Stoffen wie Tusche, Sand oder Ölfarbe. Ein von dem Bauhaus-Meister ebenfalls in Wuppertal geplantes «Lackkabinett» blieb unvollendet, seine Pläne wurden seit den 80er Jahren auf Ausstellungen präsentiert. Die Schau ist noch bis zum 15. August zu sehen.

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