Archiv
„Möchtegern-Aufsteiger“ unter Druck

Der Stolperstart in die neue Saison hat bei den „Möchtegern-Aufsteigern“ Spuren hinterlassen. Präsident Wolfgang Overath vom 1. FC Köln machte nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga seinem Ärger Luft.

dpa MÜNCHEN. Der Stolperstart in die neue Saison hat bei den "Möchtegern-Aufsteigern" Spuren hinterlassen. Präsident Wolfgang Overath vom 1. FC Köln machte nach dem enttäuschenden Saisonauftakt in der 2. Fußball-Bundesliga seinem Ärger Luft.

Beim TSV 1860 München fordert Trainer Rudi Bommer Wiedergutmachung für die Panne gegen die Spvgg Unterhaching. Auch Mit-Absteiger Eintracht Frankfurt hat in der neuen Umgebung Anpassungsprobleme. "Wir müssen wohl noch etwas Lehrgeld zahlen und am Feinschliff arbeiten", stellte Trainer Friedhelm Funkel nach dem sieglosen Auftakt in Aachen fest.

FC-Präsident Overath verdarb die enttäuschende Nullnummer beim Saisonauftakt gegen Energie Cottbus die Urlaubsfreude. "Das war nichts. So werden wir unseren Ansprüchen nicht gerecht", wetterte der FC-Boss im Kölner "Express". Neben dem Weltmeister von 1974 erwartet auch Trainer Huub Stevens, der vor allem die mangelnde Laufbereitschaft seiner Elf kritisiert hatte, bei Wacker Burghausen eine deutliche Leistungssteigerung.

Ganz anders als beim 2:2 im Lokalderby müssen sich die Münchner "Löwen" präsentieren, wenn sie bei Tabellenführer FC Erzgebirge Aue bestehen wollen. "Aue wird ein Hexenkessel", sagte Trainer Bommer, der auf eine Trotzreaktion hofft: "In Aue holen wir uns die Punkte zurück, die wir gegen Haching verschenkt haben." Ganz einfach wird dies nicht: Aue hat seit dem 22. Februar (0:1 gegen Aachen) kein Heimspiel mehr verloren. München muss zudem weiter auf seinen Stürmer Jiayi Shao verzichten: Der chinesische Nationalspieler kehrt nach dem verlorenen Finale beim Asien-Cup noch nicht in die Mannschaft zurück.

Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt kann am 2. Spieltag den Aufschwung Ost fortzusetzen. Nach dem 2:0 in Saarbrücken wollen die Thüringer den eigenen Fans eine erfolgreiche Heimpremiere bieten, mit Rot-Weiß Oberhausen kreuzt allerdings die beste Auswärtsmannschaft der vorigen Saison in Thüringen auf. Auf Mit-Aufsteiger Rot-Weiß Essen wartet in Trier nach dem 1:5-Fiasko gegen Aue eine fast unlösbare Aufgabe, denn die Eintracht ist seit dem 23. November 2003 zu Hause ungeschlagen.

Im bayerischen Derby will die am erstem Spieltag siegreiche Spvgg Greuther Fürth ihre "schwarze Serie" aus der vorigen Spielzeit beenden, als sie beide Duelle (1:3 und 2:4) mit Unterhaching verlor. In Ahlen freut man sich gegen Alemannia Aachen auf das Heimdebüt des zweimaligen Champions-League-Gewinners Vladimir Jugovic, der von LR- Boss Helmut Spikker bei einer Grillparty auf Mallorca verpflichtet wurde. Frankfurt empfängt mit dem Karlsruher SC ein Team, das mehr als neun Monate ohne Auswärtssieg ist und sich um die angeschlagenen Sean Dundee, Christian Kritzer und Danny Schwarz sorgt.

Spannung bei den Fans und besondere Sicherheitsvorkehrungen begleiten das Montags-Duell zwischen Energie Cottbus und Dynamo Dresden. Um dem Ansturm der Gäste Herr zu werden, schickten die Cottbuser zum festgelegten Kontingent von 10 % des Fassungsvermögens (22 450 Zuschauer) im Stadion der Freundschaft noch weitere 500 Stehplatzkarten nach Dresden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%