Mögliche Absturzursache gefunden
Triebwerke der Luxair-Maschine ausgefallen

Der Absturz der Luxair-Maschine, bei dem am Mittwoch 20 Menschen getötet wurden, ist möglicherweise auf einen Triebwerkschaden zurückzuführen. Die beiden Motoren der Propeller- Maschine seien schon vor dem Aufprall abgeschaltet gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft am Freitag mit.

HB/dpa LUXEMBURG. Die Motoren hätten zunächst schnell an Drehzahl verloren und seien dann völlig ausgefallen, bevor die Maschine vom Typ Fokker 50 auf freiem Feld aufschlug. Der Grund für den plötzlichen Ausfall der Motoren sei unklar, hieß es in der Mitteilung. Es sei noch immer zu früh, über die Ursache für das Unglück zu spekulieren.

Die Absturzstelle des Flugzeugunglücks in Luxemburg ist am Freitag geräumt worden. Die Wrackteile wurden in einen Hangar auf dem Flughafen Luxemburg-Findel gebracht. Für die 20 Todesopfer, darunter 15 Deutsche, sind am Sonntag und am kommenden Mittwoch in Luxemburg und Berlin Trauergottesdienste geplant.

Der sichergestellte Flugschreiber und Stimmenrekorder der Unglücksmaschine werden in Paris von den französischen Behörden für Flugunfälle ausgewertet. Luxemburg hat ein entsprechendes Abkommen mit der französischen Regierung. Der 27 Jahre alte Pilot der Fokker, der den Absturz schwer verletzt überlebte, liegt nach einer Rückenoperation noch immer auf der Intensivstation eines Luxemburger Krankenhauses und konnte offenbar noch nicht vernommen werden. Berichte, nach denen der erst drei Stunden nach dem Absturz aus dem zertrümmerten Flugzeug schwer verletzt geborgene Pilot eine Querschnittslähmung erlitten habe, wollte der Sprecher der luxemburgischen Regierung "weder bestätigen noch dementieren".

Auf dem Wege der deutlichen Besserung befinde sich der zweite Überlebende des Dramas, ein französischer Passagier. Bis Sonntag ist in Luxemburg von der Regierung des Großherzogtums Trauerbeflaggung angeordnet. Bis zu einem überkonfessionellen Trauergottesdienst am Sonntag wehen weiterhin alle Fahnen auf Halbmast.

Zu dem Gottesdienst werden der Großherzog Henri und seine Frau Maria Teresa sowie die Luxemburger Regierung mit Premierminister Jean-Claude Juncker an der Spitze erwartet. Wie Luxair mitteilte, soll am kommenden Mittwoch in der Gedächtnis-Kirche in Berlin ebenfalls der Verstorbenen gedacht werden. Bis dahin dürften auch alle Leichen der deutschen Opfer nach Deutschland übergeführt worden sein. Für jedes der Opfer soll die Versicherung den Angehörigen eine Summe von 27 335 Euro auszahlen.

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