Mögliche Interessenkonflikte der Investmentbanken
LVMH verklagt Analystenhaus auf Millionen-Entschädigung

Der weltgrößte Luxusartikelkonzern LVMH fordert von der US-Investmentbank Morgan Stanley 100 Millionen Euro Schadenersatz wegen schlechter Bewertung und Bevorzugung des Rivalen Gucci.

HB/dpa PARIS. Ein Sprecher des französischen Konzerns bestätigte am Dienstag, LVMH habe eine entsprechende Beschwerde beim Handelsgericht in Paris eingereicht. Nach Auffassung von LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) ist eine ungünstigere Benotung seitens der US-Bank durch die engen Beziehungen des Instituts zum italienischen Konkurrenten beeinflusst worden.

Morgan Stanley zählt zu den Hausbanken von Gucci und hat die Italiener bei ihrer Abwehr gegen die Übernahmeversuche durch LVMH-Chef Bernard Arnault beraten. Arnault musste schließlich im vergangenen Jahr François Pinaults Handelskonzern PPR (Pinault-Printemps-Redoute) das Feld überlassen, der Gucci übernommen hat. Die Beschwerde heizt nach Auffassung der Finanzbranche die Debatte über mögliche Interessenkonflikte der Investmentbanken zwischen Kundenbeziehungen und eigenen Analystenabteilungen weiter an.

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