Mögliche Konkursverschleppung bei Babcock Borsig
Hausdurchsuchungen bei Tui und WestLB

Im Ermittlungsverfahren um die Insolvenz der Babcock Borsig AG hat die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft am Dienstag Geschäftsräume bei der WestLB und dem Touristikkonzern Tui durchsucht. Außerdem hätten die Beamten der Staatsanwaltschaft bei weiteren Banken sowie bei zwei Privatpersonen Räume durchsucht und Akten eingesehen, sagte ein Sprecher der Behörde in Düsseldorf.

Reuters DÜSSELDORF. Die Beamten hätten in der Vorstandsetage Akten eingesehen und auch Unterlagen mitgenommen, sagte ein Sprecher der Tui (ehemals Preussag) am Dienstag in Hannover. Es habe aber keine Durchsuchung von Privaträumen gegeben. Die neun Beamten hätten die mitgenommenen Akten nicht beschlagnahmt, Tui habe sie freiwillig zur Verfügung gestellt. Durchsuchungen seitens der Staatsanwaltschaft bestätigte auch ein Sprecher der WestLB. Er wollte aber keine Einzelheiten nennen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt seit vorigem Sommer gegen den früheren Babcock-Chef Klaus Lederer und Manager aus dem Aufsichtsrat des zahlungsunfähig gewordenen Anlagenbauers aus Oberhausen. Ermittelt wird unter anderem gegen Tui-Finanzvorstand Rainer Feuerhake. Tui und die WestLB sind mit je knapp zehn Prozent an Babcock beteiligt. Im Januar dieses Jahres hatte die Behörde auch den Aufsichtsratschef von Babcock, den früheren WestLB-Vorstandsvorsitzenden Friedel Neuber, und Tui-Vorstandschef Michael Frenzel in ihre Ermittlungen einbezogen. Frenzel sitzt anders als Finanzchef Feuerhake nicht im Aufsichtsrat bei Babcock.

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