Mögliche Menschenrechtsverletzungen in Dschenin
Israel lehnt Zusammenarbeit mit Uno-Kommission ab

Das israelische Kabinett hat eine Zusammenarbeit mit der UN-Kommission zur Untersuchung der Vorgänge in Dschenin abgelehnt. Das berichteten israelische Medien am Dienstagvormittag. Israels Bedingungen an die Vereinten Nationen seien nicht erfüllt worden, hieß es zur Begründung.

dpa JERUSALEM. Streit war unter anderem darüber entstanden, ob Israel die israelischen Zeugen zu den Kämpfen im palästinensischen Flüchtlingslager selbst bestimmen darf und ob diese straffrei bleiben können. Die Palästinenser werfen Israel ein Massaker in Dschenin vor, Israel bestreitet dies.

Unterdessen haben israelische Soldaten ihre Operationen an mehreren Orten im Westjordanland fortgesetzt. In Hebron und in vier umliegenden Dörfern setzten die Truppen Haus-zu-Haus-Durchsuchungen fort. Dabei nahmen sie nach palästinensischen Angaben 250 Palästinenser fest, unter anderem einen Scheich der radikal- islamischen Hamas in Hebron. Die Truppen umstellten auch ein Krankenhaus, in das sich palästinensische Kämpfer geflüchtet haben sollen. Ferner durchkämmten Soldaten die Dörfer Schawara bei Bethlehem und Silat Ahartia bei Dschenin.

Die Grünen-Abgeordneten Kerstin Müller und Christian Sterzing wollen am Abend Palästinenserpräsident Jassir Arafat in Ramallah treffen, teilte das deutsche Vertretungsbüro in Ramallah mit. Thema werde auch das geplante baldige Ende Arafats Belagerung in seinem Hauptquartier sein.

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