Mögliche Neugewichtung der europäischen Stoxx-Indizes
Dax gibt im Verlauf ab

Neben der schwachen Eröffnung der Nasdaq belasten vor allem Technologie- und Telekomtitel den Dax.

Reuters FRANKFURT. Die schwächere Eröffnung an der US-Technologiebörse Nasdaq und der damit verbundene Druck auf die Technologiewerte sowie eine schwache Telekom haben den Dax am Mittwochnachmittag belastet.

Schon vor der Eröffnung hätten charttechnische Faktoren wie das Scheitern an der Widerstandslinie von 7 200 den Dax nach einer freundlichen Eröffnung ins Minus drehen lassen, sagte ein Händler. Der Index fiel bis gegen 16.30 Uhr um rund 0,5 % auf rund 7 100 Zähler. Der Dax werde die 7 000er Marke aber halten können, sagte ein Händler mit Blick auf die im Verlauf sich erholende US-Börse.

Die Blue Chips setzten ihren Aufwärtstrend vom Vortag fort, so dass der Dow-Jones-Index nach rund einer Handelsstunde gut 0,6 % im Plus lag.

Nach einer schwächeren Eröffnung der Nasdaq setzten zunächst vor allem Siemens (minus 2,69 % auf 163,72 Euro) und Infineon (minus 2,58 % auf 71,25 Euro) ihre schon in Erwartung einer schwächeren Nasdaq eingeleitete Talfahrt fort. Die Nasdaq startete mit einem Minus von 0,41 %, zog im Verlauf aber sogar ein Prozent ins Plus.

Die Deutsche Telekom erreichte am Mittwoch erneut ein Jahrestief von 45,32 Euro. Die Papiere erholten sich im Verlauft leicht und notierten am späten Nachmittag noch rund zwei Prozent im Minus bei 45,80 Euro. Belastet seien die Aktien von einer möglichen Neugewichtung der europäischen Stoxx-Indizes. Der Telekom könne ein geringeres Indexgewicht zugeteilt werden, was Auswirkungen auf die Nachfrage habe, begründete ein Händler die Kursabschläge.

Nach Angaben von Börsianern profitierten derweil Deutsche Bank von Gerüchten, wonach das Bankhaus eine Sonderdividende an ihre Aktionäre ausschütten will. Die Papiere zeigten im Bankensektor momentan die beste Dynamik und stellten die beste Alternative dar, sagte ein Börsianer.

Deutsche Bank verteuerte sich im Handelsverlauf um fast fünf Prozent auf 98,79 Euro. Deutlich fester zeigten sich auch Commerzbank (plus 3,03 % auf 39,15 Euro) und Dresdner Bank (plus 1,95 % auf 49,12 Euro). Die Aktien der Dresdner Bank haben einem Händler zufolge jedoch den Nimbus des schwer vermittelbaren und liefen nicht ganz so gut.



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