Mögliche Stagnation in den US-Automobilmärkten-Märkten aber auch in Westeuropa
Merck Finck & Co bewertet Daimler-Chrysler als "Underperformer"

ADX München. Das Bankhaus Merck Finck & Co stuft die Aktie des Daimler-Chrysler-Konzerns nach wie vor auf "Underperfomer". "Die Übernahme des kanadischen LKW- und Busherstellers Western Star Truck ist sicherlich positiv, darf aber nicht überbewertet werden", sagte Analystin Pia-Christina Schulze. Das Unternehmen sei relativ profitabel, reiche aber nicht an Konzerne wie MAN oder Scania heran. Den erneuten Spekulationen über die Trennung von ADtranz schenkt die Expertin keinen Glauben. Dazu sei ADtranz derzeit noch zu defizitär. Erst müsse "die Braut schön gemacht werden". Auf kurz oder lang werde sich Daimler-Chrysler allerdings von der Bahnsystem-Sparte trennen.

Sehr positiv beurteilte Schulze die geplanten Einsparungen in den Firmenzentralen. Hauptgrund für die negative Einstufung sei hingegen, dass die angestrebten Verkaufszahlen in USA von Chrysler immer wieder auf Kosten günstiger Kaufkonditionen für Kunden erreicht werden müssten. Dies schmälere die Gewinnmargen von Chrysler erheblich und wirke sich nachteilig auf die Gewinnmarge des Gesamtkonzerns aus. Zudem sei der Automobilzyklus bereits überspannt, so dass zumindest eine Stagnation in den US-Märkten aber auch in Westeuropa sehr wahrscheinlich sei. So strahle die überlastete Situation auf dem Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland negativ auf die Neuverkäufe in Westeuropa aus. Die EPS-Einschätzungen liegen für 2000 bei 6,25 Euro, für 2001 bei 6,60 Euro und für 2002 bei 6,90 Euro.

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